Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
Seite
378
JPEG-Download
 

378

Schacht.

fast bis auf die Hüttensohle aufgerissen, welchesaber nur nach dem Stichherde zu geschieht, da ander Ofenwand und dem Stichherde gegen eine halbeElle stark, van dem alten Gestübe stehen bleibt.Jetzt werden die Ofenbrüche mittelst Brechstangenund Schlägel und Eisen auSgebrochen. Hiernachwird die alte Gestübesohle im Ofen bis auf 6 — 8Zoll über der Grundsohle von Lehm ausgerissen.Der Grund des OfenS ist so beschaffen, daß auf denDecksteinen über den Anzüchten eine K Zoll hoheSchlackensohle, und auf tze-sser eine 22 Zoll dickeLehmsohle liegt, auf welche^ dann die hier genannteGestübesohle geschlagen wird. Findet sich's nun, daßder Ofen an der Formseite sehr angefressen ist, sowird er mit Steinen und Lehm vor dem Schlagender Spur wieder ausgebessert. Die Vorläufer brin-gen nun das gut gemengte leichte Gestübe in denVorherd, von welchem der Schmelzer die nöthigeMenge in den Ofen, welcher zuvor zur Abkühlungund zur besseren Annahme des GestübeS mit Wasserangefeuchtet ist, zieht. Das Gestübe wird darauf mitStoßkeulen und Kolben fest eingerammelt, und da-mit so lange fortgefahren, bis die Gestübesohle dienöthige Höhe hat. Diese beträgt 24 Zoll unter derForm, mit 4 Zoll Fall nach dem Vorherde zu-Der Vorherd selbst wird auf eben diese Weise aus-geschlagen. Von dem tiefsten Punkte des Vorherdeöwird darauf das Stich holz von einer Elle Langeund vorn gegen 5 Zoll Starke, etwas abschüssigeingelegt. Hinten ist es aber etwas schwächer, damitder Stich nach jedesmaligem Stechen, gut verschlos-sen werden kann, Ueber dieses Holz wird darauf derVorherd bis zur Höhe der Ofen wand zugenracku.Letzteres ist die 6 Zoll starke Mauer, welche denVorherd einfaßt. Diese Einfassung trifft aber dierechte Seite des, Vorherdes, die Stichseite, wo