Schacht. 401
Flöhen, Gän'gen, Stockwerken. Da dieGrubengebäude in Schächten, Gesenken, Uebersich-brechen, Stollen, Strecken, Oertern, Strebenarbeit,Strassenbau, Firstenbau, und in dem Bau auf denStockwerken bestehen, so muß man nicht nur wissen,wie die aus denselbenlgewonnenen Materialien zu för-dern sind, sondern auch wie man sie zu verzimmernhat. — Die Hindernisse, welche bei der Bearbeitungder Mineralien in der Erde aus dem Wege gecäu-met werden müssen, sind von zweierlei Art; sie be-treffen entweder die Wetter oder die Wasserlösung.Das Verhalten der Bergleute zu ihrer Arbeitbei dem Grubenbaue, kann bei genauer Ueberlegungnur die verschiedenen Arten der Arbeiter, die Längeder Zeit, in welcher sie arbeiten müssen, den Lohnfür die geleistete Arbeit und die Größe der Arbeit,die sie in dieser Zeit thun sollen, betreffen. Da sichdie Arbeiten beimjGrubenbaue merklich von einanderunterscheiden, so theilen sich auch die Bergleute inverschiedene Klassen; sie bestehen in Gedinghäuerndie in den Schächten, Stollen, Strecken und Oer-tern auf dem Gesteine arbeiten; in Schieferhäuern,die auf den Flöhen arbeiten und Krummhälser hei-ßen, wenn sie auf der Krummhälserarbeit arbeiten;in Bohrhäuern, welche die Löcher zum Schießenbohren; in Schramhäuern, die auf den Schrä-men auf den Gängen arbeiten; in Gang Häuern,die! auf den Gängen in den Straßen und in denFirsten arbeiten und nicht selten Erzarbeiter oderStraßenhäuer genannt, zugleich aber in der Feuer-essenarbeit und auf den Stockwerken gebraucht wer-den; in Lehr. oder in Spihhäuern, die erst nochdie eine oder die andere von den vorigen Arbeitenlernen wollen, weshalb denn auch die ersten Arbeiter,in Rücksicht auf diese, Doppelhäuer heißen; inZimmerhäuern, die das Grubenholz vorrichten,Oec. rechn. Enc. 6XXXVIII. Theil. Lc