410 Schacht.
füllt die Dammerde und das obere Gestein mit Kör-ben so lange weg, als es die Tiefe des gemachtenSchurfes erlauben will, daß ein Arbeiter dem an-dern den angefüllten Korb Zulangen kann. Wennman aber 6 bis 7 Ellen tief abgefüllt hat, so wirddiese Arbeit zu beschwerlich, und man muß dannüberrüsten und einen Haspel daselbst anlegen, da-mit man Kübel und Seil gehörig brauchen kann.
Ein jeder Schacht, so wie ein Stollen, mußseine Oeffnung zu Tage haben, die übrigen senkrech-ten Vertiefungen erhalten nach ihrer verschiedenenBestimmung andere Namen. Sehr oft wird ein undderselbe Schacht zu mehreren Bestimmungen ge-braucht, und bekommt darnach seine Abtheilungenund seine gehörigen Weiten; zum Beispiel die Füll-örter, welche große ausgehguene Weitungen nebendem Schachte, auf einem jeden Kreuzschlage oderFördernißstrecke sind, die von dem Grubenbaue zmSchachte geht, damit eine genügsame Menge Erze,Pochgqnge oder auch taube Berge durch die Hund-stößer qusgestürzt werden können. Sie haben die Längevon der Länge des Schachtes, und ihre Breite wirdnach Erforderniß eben so breit oder auch noch brei-ter ausgebrochen. Da man das Grubenholz durchdie Schächte und diese Füllörter in die Grubebringt, so müssen sie eine hinreichende Höhe ha-ben, welche daher gemeiniglich anderthalb bis zweiKlafter ist. Sie müssen auch jederzeit um ein PaarSchuhe tiefer, als die Förderungsstrecke seyn, damitdas Hineinstürzen der Erze oder Berge erleichtert,und ein gehöriger Vorrath zum Ausfördern gesam-melt werden kann. Die Fördernißstrecke aber muß,in der Nähe bei dem Füllorts, eine mehr als ge-wöhnliche Höhe und Weite haben, damit, im erfor-derlichen Falle, lange Stücke Grubenholz durchge-brachr werden können.