Schacht. 457
Haspel und genagelt werden, und obgleich ein sol-ches Tonuenfach lange dauert und es sich auch besserdadurch fördert, so kostet es auch mehr, als einesvon Brettern, und giebt viele Verhinderung, wennman Holz einhängen muß. Die Tonnenfächer müs-sen nicht zu schmal gefaßt werden, und man mußsowohl die Größe der Kübel, als die Teufe desSchachtes, 'wegen der darnach sich richtenden langedes Seiles, das auf den Rundbaum zu liegen kommt,wohl überlegen, damit ein Kübel neben dem andernhin- und wieder gehen kann. Ein dergleichen Ton-nenfach kann von der Hängebank an bis auf denFüllort geschlagen werden; es sei denn, daß derSchacht sich stürzet, so wird derselbe nur, so weiter flach fällt, ausgetonnt. Kommen Schächte vor,die von oben herein saiger und hernach flach fallen,bei welchen das Seil im Hangenden antreffen muß,wodurch dasselbe sehr angegriffen wird, so hilft manmit Wehrstempeln ab, welches runde Walzen sind,4 bis ; Zoll stark und so lang, als das Tonnenfachbreit ist; sie laufen mit ihren zwei Zapfen in zweiEisen, welche an die Einstriche befestiget sind, undverhindern die starke Abnutzung des Serles an denJöchern oder an dem Gesteine im Hangenden. Manpflegt auch die Schächte, sowohl saigere, als flache,über ihren Füllörtern mit einer Schußbühne zu ver-wahren, damit die hereingehenden Kübel, die darun-ter befindlichen Anschläger und andere Arbeiter we-niger beschädigen, weshalb man ein Paar Stempel,ungefähr i Pachter hoch über einem Füllorts legt,und bedeckt solche mit Deckholz vom Hangendenherein, so weit, daß nicht mehr Qeffnung im Schachtebleibt, als die Kübel zum Auf- und Niedergehenbrauchen.
Wenn ein Förderschacht viel länge und Druckhat, so kann im Mittel desselben ein Schachtscheider