Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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47J Schacht.

Schacht (Wasser-), s. Schacht (Kunst.)(Wetter-), Schachte, welche man zur Wet.terlosung gebraucht. Sie sind entweder auf Stel-len abgesunken, um den Wetterwechsel, den Zugder f eien Luft und die Förderung zu befördern, odersie sollen von einem Schachte zu dem andernWetter schaffen. Jene heißen Licht« oder Luft-löcher, diese aber Wetterschächte. Um denWetterzug zu befördern oder in einer Grube her-zustellen, können die künstlichen oft sehr kostbarfallenden Hülfsmittel in vielenFällen nicht so vielerzwingen, ql§ bei geraumen, so viel als möglichgeradelienicht getriebenen Schächten, Stollen undStrecken vyn selbst wird. Ehe abex der Berg-mann zu dieser Parthie des Grubenbaues schrei-tet, ist es nöthig, daß er sich mit der Naturder Wetter oder der unterirdischen Schwaden be-kannt mache.

Viele Gelehrte und Bergmänner haben vondiesen Wettern geglaubt, daß solche aus schwefiich-ten, arsemkalischen, antimonialischen und anderndergleichen Ausdünstungen entstehen sollen; daman aber die Kunst erfand, alle diese Schwaden,welche in den Bergwerken vorkommen, ohne allediese Dünste zu verfertigen, so ist es gewiß,daß die bösen Wetter nichts anders sind, als einzum Akhemholen und zur Nahrung der Flammeundienliche Luft, welche durch das Phlogiston ineine brennbare, dicke oder übelriechende ist ver-wandelt worden. Alle diese Luftarten sind also imGrunde nur einerlei Wetter, und der ganze zwischendenselben bestehende Unterschied ist nur allein in derVerschiedenen Menge des phlogistischen Wesens,durck welches die reine Luft zerlegt und ihres Feuer-wesens dadurch beraubt worden ist, zu suchen. DieMrgefährlichsten Schwaden sind dje entzündlichen,