Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schacht. 475

flammen und an andere wetternöthige Oerter gebrachtwerden können.

Weil nun die Wetter in der Grube nicht je-derzeit denjenigen Weg nehmen, der für die inner?Beschaffenheit der Gruben zuträglich zu seyn scheint,sondern, nach der Natur flüssiger Wesen, gemei-niglich den kürzesten Weg von einer Oeffnung zur an-dern durchziehen, wodurch aber die Luft in höheren,tieferen oder nebenseitigen Strecken und Oertern ohneUmkrieb verbleibt, und sich diese mit schädlichen Dün-sten anfüllen müssen, so muß man die cirkulirendenWetter zwingen, daß sie durch diejenigen Streckenund Oerter durchziehen müssen, wo es wegen desGrubenbaues erforderlich ist, welches am besten durchWetterthüren geschieht. Ist nun aber der na-türliche Wetterzug durch Trettwerke, Schacht-scheidungen, Lotten und Wetterhähne bewirkt, nichthinreichend einen gehörigen Wetterwechsel zu ver-schaffen, dann muß man seine Zuflucht zu Wetter-maschinen nehmen, worunter die Blasbälge dieältesten sind, die man entweder als Wetterbläserbenutzt, oder zu Wettersäugern zugerichtet hat.

Man hat verschiedene Wetterma schienenerfunden, welche im Grunde nichts anders, alsBlasbälge sind, nur hat man ihnen eine bequemereGestalt gegeben. Hierher gehört nun die sogenannteWindlade, s. diesen Artikel, unterW, die inden Bergwerken nur noch wenig benutzt werden.Das Wetterrad ist auch eine schon von langenZeiten her gebräuchliche Maschiene, die hauptsächlichzum Einblasen der Wetter gebraucht wird. Siebesteht aus einem runden auf beiden Seiten glattenGehäuse, worin ein Rad mit Flügeln an einerWelle mit einem Haspelhorne durch Menschenhändeumgerrieben wird; s. Wetterad. Von der größ-ten Wirkung ist unter den wetterblasenden In-