Schacht. «7
auf tä Grad. Je höher daher dir EomMUnika-kionSgange, die oben an der Lust liegen, höher, alsdie horizontalen angelegt werden, desto bester wirdder Luftumlauf in den Schachten.
Nach vielen Beobachtungen in einerlei und ver-schiedenen Schachten fand man, daß die Luft, welcheim Winter in die Schächte durch niedrig liegendeWerke hineinfuhr, um durch die oberen wieder her-auszufahren, zur Sommerzeit gerade den umgekehr-ten Weg nahm. Die Ursache hiervon scheint dernach den Jahreszeiten wechselnde Druck der Luftsäu-len zu seyn, weil Lust um desto schwerer drückt, jemehr sie dicht, oder je weniger sie von der Wärmeausgedehnt ist. Daher wird es begreiflich, warumbeim Treiben und Fallen der Blätter, im Früh-ling und Herbste, die Luft in den Bergwerken schlechtcickulirt, und warum man dann an einigen Ortendie Gruben verlassen muß, weil die Grubenlampenzu matt brennen. Im Frühlinge und im Herbstehält, so zu sagen, die Atmosphäre in den Grubenihre Tag- und Nachkgleiche, das ist, die äußere Lustnähert sich der Mitteltemperatur, welche jederzeit inder Mitte der Gänge das ganze Jahr, wie in un-sern gewölbten Kellern, Statt findet; der Frost legtaber sein dichtes Uebekgewicht auf die eine Schaleim Winter, und die Sommerhitze ihr verdünnendesGewicht umgekehrt auf dieselbe. Frühling undHerbst halten der perennirenden Mitkeltemperaturbeinahe das Gleichgewicht, und die Schachtatmos-phäre schläft, so zu sagen, im Frühling und imHerbste, bei Iv oder lä Grad Reaum. In dieSchächte viele Oeffnungen zu Machen, damit vielLust eindringen kann, ist nicht zu rathen; denn hierhaben alle Luftsäulen, in so fern die Mündung der-selben gleiche Horizontalhöhe mit den'inneren Gän-gen hat, einerlei Druckschwere, sie setzen sich also