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Schädel.
nur in einigen Oberdeutschen Gegenden üblicheBedeutung, zum Beispiel in der Schweih, wodie Mauerschädel eines Schlosses, dessenTrümmer, Ruinen, Ueberreste sind. Es gehört indiesem Verstände zunächst zu schaden, in so fernes überhaupt verletzen bedeutete, und dem hebräischen-nv, verwüsten, s. Schaden.
2) Mit dem Begriffe des hohlen Raumes wirddie Hirnschale, noch zuweilen, vorzüglich aber imOberdeutschen der Schädel, genannt, obgleich esim Hochdeutschen in dieser Bedeutung auch nichtganz fremd ist. Ein Weib warf ein Stückvon einem Mühlsteine Abimelech auf denKopf und zerbrach ihm den Schädel, Richt.
9, ;z. Da sie hingingen, Jesebel zu be-graben, fanden sie nichtsvonihr; denn denSchädel und die Füße, 2 König 9, z5« Daes denn auch nach Adelung im verächtlichen Ver- >stände für den ganzen Kopf gebraucht wird.
In Ansehung der lehtern Bedeutung sind diemeisten Sprachforscher bei der Ähnlichkeit zwischenSchädel und Scheitel stehen geblieben; alleinobgleich beide Wörter ursprünglich eines Stammessind, so sind sie doch in ihren nächsten Ahnherren igar sehr verschieden. Das erstere hat nach Ade-tun g den Begriff des hohlen Raumes und gehört ^zu Schatt, Schatten, Scheide, Schatz undanderen dieser Art. Das Niedersächsische Schädel,die kleine Ellbogenröhre, stammt wieder von einemanderen Begriffe ab, welcher vermuthlich die Aus-dehnung in die Länge ist. Viele halten die Schreib-art Schädel für die richtigste, weil viele Ver-wandte dieses Wortes ein a haben; allein es giebtauch eben so viele, welche ein e, ja einen jeden an-dern Vokal haben; und da das ä und e mso viel hundert andern Fällen beständig mit emawder abwechseln, so kommt es bloß auf den Gebrauch