Schädel. 507
bei, ohne Unterkiefer, auf eine horizontale Flache ge-legt, nach hinten sinken müssen.
Wie schon oben gezeigt worden, bilden hinten oderim Falle cheS getheilten Stirnbeins, acht von den Kopf-knochen ausschließlich dieHijrn sch a le, s. auch Th. 23,S. 587 , die übrigen dreizehn das Gesicht. Die Hirn-schale ist zu den Gesichtsknochen am menschlichenKopfe größer, als an irgend einem bekannten Säu-getiere. Je jünger die Leibesfrucht, um desto täg-licher ist nicht nur die Hirnschale, sondern auch sogroß, daß die Gesichtsknochen nur als ein Ansatzderselben erscheinen. Der Profilumriß der Außen-seite der Hirnschale ist von vorne, oben und hintenher, folglich über die Hälfte, ziemlich genau ellip-tisch, so daß der kleinere Kreis vorwärts, der grö-ßere hinterwärts liegt. Daö Verhältniß des Ra-dius des kleineren Zirkels zum größern ist im Kindeungefähr wie z zu 4 oder 2 zu Z; im Erwachsenenhingegen wie zo zu z i, welches auch ganz natürlichist, da der Vordertheil der Hirnschale weit mehr,als der Hintertheil in Ansehung seines Umfangesdurch den Wachsthum verändert wird. Das Ovalfür das Profil des Kopfes wird daher in allen Zei-chenbüchern unrecht gestellt, da man doch bemerkt,daß zwar der größte Theil der Hirnschädelwölbung,aber nicht das Gesicht im Profil mit einer mathe-matisch gezeichneten Ellipse genau zusammentrifft,deren längerer Durchmesser in die Horizontallinie zwi-schen Stirn und Hinterhaupt, nicht zwischen Scheitelund Kinn, fällt. Auch der größte Horizontalumfang istelliptisch, so daß ebenfalls Verkleinere Zirkel vorne, dergrößere hinten liegt. Der größte Durchmesser der aus-wendigen Flache der Hirnschale der Länge nach, dasist, vom Stirnbein bis zum Hinterhauptstücke desGrundbeins, beträgt ungefähr 6^ Pariser Zoll, dergrößte Querdurchmesser 5; Zoll; der Hintere senk-