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Schädel.
Tafel scheint, ihrer inneren Glätte wegen, etwasspröder, als die äußere, und zeigt, außer den ver-schiedentlich tiefen Spuren, Furchen oder auch Ka-nälen, von der Anlage der Hauptäste der Arterienund Venen der festen Hirnhaut, die ihr zugleich alsBeinhaut dient, und Grübchen für die sogenanntenDrüsen, besonders an dem Theile, der die Grund-fläche des großen Hirnö aufnimmt, verschiedene Un-ebenheiten, Eindrücke oder Vertiefungen, die einenweiteren Abdruck der dornförmigen Oberfläche desgroßen Hirns darstellen. Allen Vermuthungen nach,modelt die Natur den Knochen nach dem Hirn,nicht umgekehrt das Hirn nach dem Knochen;s. auch unter Physiognomik, Th> 112,S. 7; r u. f. Auch die Substanz der Kopfknochenselbst ist, ohne Verdacht von Krankheit, bei einigenvon gleichem Alter und Geschlechte fester, dichter,härter, glatter und ebener, bei andern etwas mürber,lockerer, weicher und rauher, welche Verschiedenheitvermuthlich von der Lebensart kommt; jedoch zeich-nen sich gewöhnlich die Pyramiden durch Festigkeitaus. Bisweilen ist der ganze Schädel auffallendhoch, bisweilen niedrig; bald schmal oder von denSeiten eingedrückt; bald schön kugelrund, bald wul-stig oder knollig, bisweilen längst der Nähte erhöht,bisweilen wieder vertieft. Die Gesichtslinie oderdiejenige, welche die Hervorragung des Stirnbeinsgleich über der Nase und den am meisten vorsprin-genden Theil des Oberkiefers berührt, macht mitder Horizontallinie, die durch den Gehörgang undden Boden der Nasenhöhle gezogen wird; im äu-ßersten Grade einen Winkel von ioQ Graden, imNeger von 72, im menschenähnlichsten Affen von58 Graden, und man kennt noch kein Thier, deffenKieferwinkel größer, als der menschliche wäre. Imvollkommensten Schönheits-Ideale erscheinen deshalb