674 Schaf und Schafzucht.
Lämmer wirft. Eine Abart dieser Rare soll nachCulley dos Wiltshive Schaf seyn, welchesweit mehr wiegt. Nach Volkmann sind die Trif-ten meistens auf den Hügeln und Dünen, wo nichtnur eine Art feines Gras, sondern auch viele aro-matische Pflanzen wachsen,, welche nicht nur zu demschmackhaften Fleische, sondern auch zur Feinheit derWolle vieles beiwagen»
7) Die Herefordshirc Race hat keineHörner, weiße Gesichter und Beine, nach andernSchriftstellern schwarze Köpfe, einen gut gebaueten-Körper und vörtreWches'Fleisch. Sie sind nur kleinund die Augen sind dicht herum mit Wolle beseht,welche Wolle, so wie die des ganzen Körpers, nurkürz, aber fein ist; die feinste erhalt man von demmageren Schafe. Das Viertel eines Schafes dieserRace wiegt io — ig Pfund. Da diese Schafe vielHunger ertragen können, so sind sie auf armen Aei-degrunde sehr gut zu halten; im Winter müssen sieaber in Hütten gebracht und mit Heu oder Erbsen-strvh gut gefüttert werden. Die echte Race wirddie Ry'pländische genannt, und diese giebt diefeinste Wolle. Nach Mr. Kingst soll diese feineund dichte Wolle manche Vortheile mit sich führen,indent sie weniger Nahrungsmittel für das Schaf,als im entgegengesetzten Falle nöthig ist, erfordert.Die lange grobe Wolle läßt den Regen, .indem siesich auf dem Rücken faltet, leichter zur Haut drin-gen; auch zieht sie mehr Wasser an und wird da-durch dem schon beschwerten Thiere noch lästiger.Die feine dichte Wolle dieser Race nimmt aber dasWasser nicht au, selbst wenn man sie darein taucht,und der Regen hat darauf gar keinen Einfluß, in-dem sie nie naß wird und derselbe nur, wegen derDichtheit ihrer Textur, auf der Außenseite bleibt undvvm Schafe leicht abgeschüttelt wird. Ferner ist ein