Schaf und Schafzucht. -675
Fell dieser Art sehr warm und leicht. Man behaup-tet daher, aus den angeführten Gründen, daß keineEnglische Schaf-Race mit so geringem Futter erhal-ten werde, als diese.
8°) Die Southdown - Race hat keine Hör-ner, graue Gesichter lind Beine, feine Knochen,lange dünne Hälse, ist nach vornhin etwas niedrig,an den Schultern hoch und in den VordertheileNschwach; die Seiten sind gut, die Hüften ziemlichbreit, der Rückgrath hoch, die Schenkel voll, derSchwanz gut, das Fleisch faserich und wohlschmek-kend, die Wolle kurz, dicht und fein, und ein Fa-den derselben ist 2 —z Zoll lang. Diese Art Schafe,welche man auf den kreidigen Hügeln in Suffep ammeisten antrifft, ist nicht nur zart, sondern wirdauch schnell fett. Bei einer guten Weide giebt derdritte Theil Zivillingslämmer, die bei ihrem Erschei-nen stark mit Wolle beseht sind. Die Hammel kön-nen schon früh abgefetzt werden, weil man sie nichtüber zwei Jahre hält und sie oft schon nach acht-zehn Monaten fett macht. Die Mutterschafe hättman au vier bis fünf Jahre. Diese R.ace ist, imVerhältniß zu ihrem Körper, schwerer, als die obenangeführte Dorset- und die unten folgende Nor-folker Race. Ihre harte Constitution wird nachder Dunkelheit der Farbe im Gesicht und an denBeinen geschätzt. Da aber die Wolle, weil sie amKopfe und Halse gesprenkelt ist, von dem Käuferaussortirt wird und nur den halben Werth hat, soist sie im mittleren Grade von dunkeler Farbe ambesten. Die Vorzüge dieser Race haben ihre Ein-führung sehr befördert. Sie ist leicht zu regieren,bedarf im Verhältniß ihres Gewichtes weniger Fut-ter, als die Norfolker, und soll doch besser im Standeseyn. Sie kann ferner gut wandern und Kälte er,tragen. Die Wolle gieü der der Herefordshire Race