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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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586 Schaf nnd Schafzucht.

den Tuchfabriken verlangt. Man hält daher dieseLämmer für Ausartungen. Die mittelmäßigen schwäch,lichen Widderlämmer werden nach der Geburt ge-kostet, und ihre Mütter andern kraftvollen Lämmernals Sängerinnen zugetheilt; denn man hält dafür,daß, da die Lämmer in Spanien gewöhnlich sehrwohlfeil sind, die Mutter den Verlust eines schlech.ten Lammes wieder durch ihre Wolle ersetzt. Beigünstiger Witterung werden die Merinos zu An-fange des Juli hitzig, s. auch oben, S- 585 - Nachder ersten Brunstzeit werden die unbelegten Schafezwar wieder von sr zu 21 Tagen, auch wohl nochfrüher, hitzig; allein es ist noch nicht bestimmt, obsie bei der ersten oder zweiten Brunst die wichtig-sten Erfordernisse darbiethen, wovon die Kraft unddas Wohlbefinden der Frucht abhängt. Oft lassenMütter, welche schon empfangen haben, den Bockzum zweiten, dritten Male, auch noch öfter zu. Nachder Erfahrung sind die erstgebornen Lämmer diestärksten, besonders da, wo die Widder frei in derHerde die Mutterschafe belegen dürfen.

Da in «Spanien sehr viele Lämmer auf denWanderungen theils zu Grunde gehen, theils ge-schlachtet werden, so macht man wenig Schöpft,sondern schont die Nachzucht zur Fortpflanzung; nurdie Leithammel werden aus jlmgen Widdern gebil-det; jedoch werden diese, wenn sie ausgedient haben,dieser Opeeration öfters unterworfen. Man pflegtihnen auch die Hörner eine Handbreit vom Kopfeabzuhauen, damit sie sich in der Brunstzeit, in derHitze weniger beschädigen können. Diese Operationwie sie hier geschieht, ist verwerflich, indem das Thierdurch das. Abhauen eine gewaltige Erschütterungdes Körpers erleidet, die oft von bösen Folgen ist.Das Horn wird nämlich auf einen Block gelegt,rin scharfes Beil darauf gesetzt, und mit einem Schlägel