Schaf und Schafzucht. ooi
Zoll breit und drei Zoll lang sich ausdehnen ließen,jedoch noch leer waren. Da nun bei dem Mutker-lamme zu befürchten stand, daß der Schwanz, wennsolcher zu der Größe, wie bei dem alten Widder,herangewachsen, dem Mutterlamme bei der künftigenBegattung hinderlich seyn möchte, so wurde derselbe,wie es bei den Mutterschafen in hiesigen fanden zugeschehen pflegt, abgeschnitten, welches mit vielerVorsicht geschah, und der übrig gebliebene Theildes Schwanzes, wurde bei dem starken Bluten ver-bunden. Um das kurze Ende wuchs hernach eingroßer runder Fettklumpen. Bei dem Widder füllt«sich die beuklige Haut am Schwänze immer mehr,und auch die Hörner wuchsen stark hervor. BeideLämmer hakten die Größe der vier Monate frühergefallenen Lämmer Deutscher Art; an Stärke derKnochen und an Fett übertrafen sie diese aber un-gemein, und die Wolle war so dicht und fein wieSeide. Ihr Gang war schwer, und verursachte, daßsie bei ihrem Fetten der Herde nicht gut folgen konn-ten. Der alte Bock oder Widder, welcher bei demgewöhnlichen Schaffutter sehr fett blieb, ward baldnach dem Bespringen der Schafe krank, welcheKrankheit, die in einer Verstopfung bestand, viel-leicht von dem strengen Winter des Jahres !?88>welcher von der bisher gewohnten warmen Lust sehrverschieden war, herrühren mochte; vielleicht entstandsolche auch von dem Mangel der sonst gewohntenNahrungsmittel; denn in Gibraltar war er gewohntgewesen, die in Menge weggeworfenen Pomeranzen-schalen aufzulesen, und sich von solchen öfters alleinzu sättigen; genug er starb und wurde geöffnet; esfand sich unter dem Magen ein großes durchgebroch-nes Geschwür. Jetzt nun das Körpermaaß diesesThieres, nachdem es serirt worden. Die Lange desRamMkopfes, von der Nase bis an die Höyney,