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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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620 Schaf und Schafzucht.

Afrika, zum Theil auch noch in Europa antrifft.Bei den nicht wandernden Völkern, trieb man dieHerden im Sommer auf die Weiden, fütterte sieim Winter in elenden Einzäunungen oder auch inStällen, schor die Wolle ein oder zweimal im Jahre,bekümmerte sich aber sehr wenig um ihre Feinheit,sondern glaubte, daß so wie die Natur sie gäbe,man sie auch durch keine anderen Mittel verbessernkönne, und so blieb dieser Zustand der Schafzuchtin den mehrsten Ländern viele Jahrhunderte hindurch,bis Spanien zuerst auf die Verbesserung dieses wich-tigen Zweiges der Landwirthschaft fiel.

Bei den ältesten Völkern, z.B. den Hebräern,stand die Schafzucht in besonderer Achtung. DerAbgeordnete Abrahams fand des JsacS Brautbei einem Brunnen, wo dieselbe die Schafe ihresVaters tränkte. Jakob diente eine geraume Zeitbei seinem Schwiegervater Laban um einen Theilder Herde. In der Folge wuchsen seine undseines Bruders Esau'S Herden so an, daßsie in einem ganzen Lande nicht Raum genug zurWeide hatten, sondern nach der Schrift, ihre Her-den sie nöthigten sich zu trennen. Auch dieHaupkbe-lohnung Hiob's für seine unüberwindliche Geduldbestand in 14,000 Schafen. Auf der Weideverkauften Jakob'S Söhne ihren Bruder Jo-seph an Aegyptische Kaufleute, lind schon zur Zeitdes Sauls und des Davids, Israels erster Kö-nige', war die Schafschur eins der feierlichsten Feste,wobei die Könige und Großen des Hofes erschienen;so wie denn noch zu Ende des verwichenen Jahr-hunderts die Könige von Spanien in ihren Verord-nungen die Schafzucht das kostbarste Kleinodihrer Krone nennen, und sie der wohlthätigste»Aufmerksamkeit würdigten; s. weiter unten. Auchder Schutzpatron von Madrid, der heilige JsidoruS,