Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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656 Schaf und Schafzucht.

Der jetzige König von Schweden, hat, umdie feine Schafzucht im Lande noch mehr auszu-breiten, wieder eine beträchtliche Anzahl Merinosin Frankreich angekauft und im Lande vertheilt.Den Fortgang dieser Zucht in Schweden kannmau daraus schließen, daß man einzelne Böckenach Dänemark für 70 Thlr verkauft hat.

Deutsche Schafzucht oder Geschichte derSchafzucht der Deutschen Reiche.

Dessau.

In Dessau ließ der Fürst Leopold zu An-halt Dessaü üm Jahre 1737 Polnische und Schlesi-sche Widder kommen, und verbesserte durch sie dieSchafzucht seines Landes. Späterhin hat die Ver-edlung der Schafe in diesem Lande der rühmlichstbekannte Schafzüchtler Fink Unternommen. Sieist in einigen Schäsereyen auf einen seltenen Gradder Vollkommenheit gestiegen.

Sachse».

Nach Anhalt-Dessau fing das jetzige KönigreichSachsen an sich mit Veredlung der Schafzuchtzu beschäftigen. Im Jahre 176; machte der Königvon Spanien dem Churfürsten von Sachsen ein Ge-schenk mit ioo Spanischen Böcken und 220 Mutter-schafen, welche in die damals berühmte Schäfereynach Stolpen, eine Meile von Dresden an der Böh-mischen Gränze, kamen. Man übergab sie der Auf-sicht des Mayorals (Oberschäfers oder Schafmei-sters), welcher sie nach Sachsen gebracht hatte., Vonden Churfürstlichen Kammergütern verbreitete sichdann die Veredlung der Schafe durch SpanischeWidder auch auf die Schäsereyen mehrerer Rittergüter.Im Jahre 177z schickte der Churfürst zum letztenMale einen gewissen Hrn. Vogel nach SpanienUnd ließ für 12,202 Thaler Schafe kommen, nach