Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
Seite
698
JPEG-Download
 

698 Schaf und Schafzucht.

dach, in freier Luft. Dieser Versuch hatte denglücklichen Erfolg, von welchem ich in einer öffent-lichen Versammlung im Jahre 1769 der AkademieBericht erstattete."

„Die feinwolligsten Böcke paarte ich mit denMutterschafen, welche die gröbste Wolle und ebenso viel Hundehaare, als Wolle hatten, um aus die-sen Extremen den Einfluß kennen zu lernen, !

den die Wolle des Bockes auf die des Lammes hat, !

man erstaunte, da einer derjenigen aus dieser Ver-mischung erzogenen Böcke superfeine Wolle hatte. !Diese große Veredlung vermehrte meine Hoffnungauf einen glücklichen Fortgang meines Unternehmensum so mehr, da sie durch einen Roussillonschen Bockentstanden war; denn noch hatte ich keine Spani-schen Böcke. Diese erhielt ich nebst Mutterschafenim Jahre 1776; uun hatte ich sieben Racen vonsehr bestimmt unterschiedener Wolle, mit Inbegriffderjenigen aus der Grafschaft Auxois, worin meineSchäferey liegt. Diese sieben Racen habe ich bisjeßt theils unvermischt erhalten, um zu sehen, wiesie in meiner Schäferey fortkommen würden; theilshabe ich sie alle untereinander vermischt, um neuehalbschlägige veredelte Racen zu erziehen, und denEinfluß der einen auf die andern, in Ansehung derVeredlung der Wolle, zu entdecken. Durch diesemit der größten Sorgfalt angestellten Versuche, wo-bei Alles vermieden wurde, was Zweifel oder Zwei-deutigkeiten veranlassen konnte, habe ich alle Racenmeiner Schäferey dahin gebracht, daß ihre Wolleder Spanischen an Feinheit gar nicht nachstand,ohne daß ich wieder Spanische Böcke aus Spanienoder Roussillon erhalten hätte.

Im Jahre 178? ließ Daube nton von seinerWolle Tuch verfertigen, wozu er bloß die Stücken-wolle gebrauchte. Er schickte davon 8Z2 Pfd. an