Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schiffbaukunst.

wenn es auch eine im Verhältniß seiner Größestarke Ladung einnehmen kann, bei dem Winde nurwenig Fahrt laufen, und zwar um so weniger, jegrößer und je tiefer es zugeladen ist. Dieses ließesich nun wohl zum Theil durch Vergrößerung seinerSegel wieder gut machen; allein ein schweres Zeugfordert auch eine zahlreichere Bemannung. — 3)Damit nun ein Schiff gut segele, dicht am Windeliege, wenig abtreibe, und in hoher See gut wende,muß es viel Segel führen können und diesechalbsteif seyn. Dazu gehört, daß das Gebäude gegendie Länge beträchtlich breit, voll im Wasserspiegelund scharf in der Flur gehalten werde, welche Um-stände aber wegen der Größe der Segel und derSchwere des AnkergcräthS gleichfalls eine zahlreicheBemannung erfordern. — 4) Ein Schiff, welchessich von einer schwachen Bemannung regieren lastensoll, muß kleine Segel und leichtes Ankcrgeräth ha-ben, dazu gehört, daß es im Verhältniß gegen seineLänge schmal sei, welches wieder der Größe derLadung nachtheilig ist. Wollte man das Schiff da-durch geräumiger machen, daß man ihm eine flacheFlur gäbe, so würde es schlecht beim Winde segelnund in hohlem Wasser schwierig wenden.

Hieraus erhellt nun, daß die Eigenschaften der Ge-bäude, um den,S. 123, angezeigten Forderungen Genügezu leisten, einander zum Theil geradezu entgegen ge-setzt sind, und Laß es nur möglich ist, zwei dieserEigenschaften in einem Schiffe in beträchtlichemGrade zu vereinigen, daß man daher eine Unmög-lichkeit fordert, wenn man die Erfüllung aller vierForderungen verlange, indem sich nicht drei dieserEigenschaften vereinigen lasten, ohne daß die drittedie Vollkommenheit der beiden andern beeinträchtige.Es lassen sich daher keine bestimmten Verhältnissezwischen -en Hauptmaaßcn dieser Schiffe festsetzen,