168 Schiffbaukunst.
so giebt Lies wieder schlechte Schiffe, weil die En'den dadurch ihre Unterstützung verlieren und dahersehr heftig und hart stampfen, wodurch die Verbin-dungen der Enden leiden und sich senken. Außerdemsind auch die Wasserlinien, welche diese Form giebt,der leichten Zertheilung des Wassers nicht sehr gün-stig. Das Schiff muß also nach seiner ganzen Langedie gehörige Geräumigkeit behalten. Durch einenkleinen Zusatz zu der Länge, die man ihnen ehemalsgab, wird man alle angezeigte Gefahren vermeiden,und ihnen sanfte Bewegungen, ohne beträchtlicheAufopferungen in Rücksicht auf die schnelle Fahrtverschaffen können. Es ist völlig ohne Grund, daßein Schiff desto leichter durch das Wasser läuft, jeweniger Geräumigkeit es hat, weil sich durch einenZusatz' zur Länge der Widerstand im Wasser wiederbeträchtlich vermindern läßt. Man kann eö als einevöllig ausgemachte Sache ansehen, daß das Vorder-theil mehr Widerstand im Wasser leiden würde,wenn es die Gestalt eines Kegels hätte, als es beiderjenigen Ausbugt seiner Seiten, die man allenSchiffen giebt, wirklich leidet.
Nach einiger Schiffbauer Behauptung, sei eSnöthig einem Schiffe nach vorn zu einen Theil sei-ner Unterstützung im Verhältniß gegen das Hjnter-theil zu nehmen, wenn es vorzüglich gut am Windeliegen soll. Es ist nach dü Hamel möglich, daßein vorn sehr scharfes Schiff wenig abtreibt, alleindiese Vollkommenheit soll auch erreicht werden, ohnedas vorher erwähnte Gleichgewicht des Vor- und >Achterschiffes zu stören, und ohne einen Stampfer j" 'bauen, den man, wenn man vor dem Winde fahrt,so viel Vorlast geben muß, daß man Gefahr lauft,die vordersten Kanonen nicht brauchen zu können- ^Dazu, daß ein Schiff gut am Winde liege, gehört,daß es gerade von vorn den geringsten mögliche"