200 Schiffbaukunst.
fers streben, das Schiff wieder aufzurichten undseine wagerechte Lage wieder herzustellen. -Dies wirdallemal geschehen, so lange der Schwerpunkt unter-halb 6 bleibt, und nicht über 6, etwa in ch steigt;denn in diesem Falle würde die Schwere des Schif-fes streben, seine Neigung zur Seite zu vergrößernund der Druck des Waffers würde eben das thun.Man kann diesen Begriff angehenden Schiffbauernetwas bestimmter darstellen, wenn man ihnen be-greiflich macht, daß der Schwerpunkt §, Fig. 8211,nicht zu hoch über dem Punkte 1, in welchem sichdie Wirkung des Druckes des Wassers vereiniget,liege, oder, welches einerlei ist, nicht zu hoch überdem Schwerpunkte des aus der Stelle getriebenenWassers. Man gewahrt, Fig. 8211, daß wenn derSchwerpunkt des Schiffes oberhalb eines gewissenPunktes 6 fiele, welchen Bouguer das Metacen-trum nennt, so würden beide Kräfte, nämlich derDruck des Wassers und die Schwere des Schiffes,statt, daß sie, wie in Fig. 8209 zu sehen, gemein-schaftlich wirken, da? Schiff in eine wagerechteLage zu bringen, im Gegentheil gemeinschaftlich da-hin streben, das Schiff umzukippen; denn es istaugenscheinlich, daß der Schwerpunkt des Schiffes,wenn er in 1i läge, Fig. 8211, sobald sich dasSchiff im mindesten auf die Seite neigt, veranlassenwürde, daß die Schwere des Schiffes nach derRichtung u o wirkte, um das Schiff noch stärkerauf die Seile zu neigen, unterdessen, daß der in rvereinigte Druck des Wassers mit aller seiner Kraftdahin streben würde, den schon zu stark erhobenenTheil des Schiffes nach der Richtung 1 p noch hö-her zu erheben, so daß diese beiden Wirkungen nurdann sich einander aufheben oder sich nicht äußern,wenn sie beide in der lothrechten Richtung N 6bleiben. Es erhellt also hieraus, daß je mehr der