Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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212 Schiffbaukunst.

vermeiden, daß das Schiff nicht durch die Wellenschneiden, sondern sich über dieselben erheben sollte,die Spanten mit einem Male plötzlich in der Ge- jgend des Wasserspiegels weit machen, so würde ein ^solches Schiff, das auf eine gewisse Tiefe beinaheohne alles Hinderniß und Widerstand in das Wassereinsinkt, mit einen, Male an seiner großen Geräu-migkeit in der Gegend des Wasserspiegels einen gro-ßen Widerstand finden, der es plötzlich, und gleich-sam durch einen Stoß, aufhielte, welcher den Ver-bindungen des Schiffes und seiner Bemastung sehrnachtheilig werden würde; denn im Allgemeinen läßtsich behaupten, daß starkes, aber weder heftig, nochstoßweise geschehendes Stampfen bei weitem nicht sonachtheilig ist, als kürzeres, wobei das Schiff, ohneeinen so großen Bogen zu beschreiben, sich ruck- undstoßweise bewegt. In der Französischen Flotte hatman Schiffe gekannt, die alle gute Eigenschaften, dieman fordern kann, besaßen, !so lange sie im stillenWasser fuhren, die aber ihre Fahrt verloren, sobalddie See hohl wurde, und die durch heftiges Schwan-ken und Stampfen in beständiger Gefahr waren,ihre Bemastung zu verlieren, und dabei ihre innereVerbindung heftig angriffen. Ein guter Schiffbauermuß demnach die Geräumigkeit des Vorschiffes der-gestalt einzurichten wissen, daß die Schiffe sich in ei-nem gewissen Grade über die See erheben, und daßsie, wenn sie zwischen den Seen ins Wasser fallen,allmählig, und von Augenblick zu Augenblick einensich in dem Maaße vermehrenden Widerstand sin^den, der ihren Fall nach und nach bricht und dieheftigen Stöße verhindert, welche der Bemastunggefährlich sind.

Was die Ausrüstung der Schiffe anbetriffstnämlich die Anker und Ankertaue, die Schaluppenund Böte, das schwere Geschütz und alle übrigeWaffen, nebst der dazu gehörigen Munition aller