Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schiffbaukunst.

bei einem Sturme wäre Gefahr das Tau zu zerreibßen oder durch die Bewegung des Schiffes den An-ker aus dein Grunde zu heben, wenn die Richtungdesselben zu lothrecht wäre, welche durch den Win-kel, welchen das Tau mit der Wasserfläche macht,leicht zu beurtheilen ist. Um das eine oder das an-dere zu verhüten, verlängert man die Taue durcheine Spliffung, indem von zwei Tauen das eineEnde losgewunden und zusammen verflochten werden.Fig. 8215 zeigt eine Spliffung. Ein Schiff von74 Kanonen hat gemeiniglich sieben schwere Anker-taue und zwei Kabeltaue, welche im Kabelraumeliegen und zusammen 54,000 Pfund und mit denAnkern 74,000 Pfund wiegen, fäßt man die Ankerin den Grund des Meeres fallen, um das Schiffan der Stelle festliegend zu' halten, so nennt mandas in der Seesprache vor Anker gehen, vorAnker legen, auch kurzweg ankern, Wenn manaber den Anker aus dem Grunde hebt, so wird diesAnker lichten genannt. Beides geschieht nach Um-ständen auf verschiedene Weise. Beim Ankern wirdentweder der auf dem Bug liegende Anker losge-bunden und an 'den Kranbalken, Fig. 8205, gezo-gen, und wenn Alles bereit, klar, ist, so wird dieParturlejne, ein dünnes Tau, woran er alleinhängt, losgemacht, und es sinkt mit Gewalt in dieTiefe; has Ankertau, welches nach Verhältniß dieserletzteren aus dem Kabelraume in zureichender iängeherausgebracht worden, läuft so lange nach, bis derAnker den Grund erreicht hat, dann wird es nach*geschossen, bis seine Richtung mit der Wasserfläch^einen Winkel von wenigstens 60, besser, von nowwenigeren Graden macht, und nachher um dietung geschlagen, und bei stürmischer Witteruna nochan die am Fußboden befindlichen eisernen Rmgfestgebunden, gestopt; oder man läßt auch den A