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Schiffbaukunff.
gar kein Augenblick zu verlieren und gebietet die an-sterste Noth, so hakt man das Ankertau mit einemBeil entzwei, welches man den Anker oder vielmehrden Kabel kappen heißt, um nur ohne Zeitverlustdavon zu kommen. Auf Kauffahrteischiffen muß derKapitain vorher seine Leute zu Rathe ziehen, weilGefahr ist, Tau und Anker zu verlieren. Kommtman aber wieder an Ort und Stelle, so sucht manden gekappten Anker mit dem Fischtau zu fischen. DieEnden desselben sind an zwei neben einander rudern«den Booten befestiget, die Mitte aber, welche mitBley oder Kanonenkugeln beschwert ist, schleppt zwi-schen beiden Booten auf dem Grunde; so fährt manhin und her, bis daß das Fischtau den emporstehen-den Arm des Ankers umschlingt, welchen man dannmit dem Boyreep zu lichten sucht.
Die Schaluppen und Boote sind ein zweiterTheil der Ausrüstung. Man findet in vielen Schrif-ten, die Seereisen erwähnen, daß die Schiffe nachglücklicher Fahrt in den ersehnte» Hafen eingelaufenwären; allein dies ist sehr selten; denn die meistenSchiffe, die nicht ein- oder ausgeladen werden müs-sen, fahren nicht unmittelbar in den Hafen hinein, sondernsie gehen größtentheils auf der Rheede vor Anker, unddas Beladen oder Entladen geschieht oft auf diesemAnkerplätze vermittelst kleiner dazu eingerichtete Fahr-zeuge; nur unter gewissen Umstanden lausen größereSchiffe in den Hafen, und dann erst einen oder meh-rere Tage nach ihrer Ankunft auf der Rheede, welcheein Ankerplatz in einiger Entfernung vom Hafen odervom Serstrande ist, gewöhnlich durch umliegendes Landzum Theil eingeschlossen, oder durch vorliegende Imseln von der offenen See getrennt, vor ihren befu-gen Bewegungen geschützt und vor den st§rmi>clMSeewinden gedeckt. Die Schiffe gehen auf derRheede vor Anker, um entweder auf einen größer^Wind, oder auf die Ebbe und Fluth zum Ein- ""