Schiffbaukunst. 229
Einholtalien b, um dieselbe von Bord ab, rück-rvärtö gegen die Schiffemitte einzuholen, beide die-neu zugleich, um solche an die zu beiden Seiten derGeschühpfortcn befindlichen eisernen Ringe und Ha»ken festzubinden. Vorzüglich aber ist der Bruk aein sehr starkes Tau, welches die Kanone festhält,wenn auch die Taljen sich lösen sollten. Damit nundiese Taue bei heftiger Bewegung des Schiffes nichtzu sehr angestrengt werden und dadurch leiden, sowird hinter den Hinterrädern des RapcrtS noch ein^ priemaförmiges Holz aufs Deck genagelt, und wennder Sturm vorbei ist, wieder weggenommen. Wenn^ aber die See zu hoch geht, das ist, wenn bei star.
i kem Winde oder Sturm die Wellen durch die offe-
nen Stückpforten einstürzen würden, so schließt mandiese zu, welches aber nicht eher geschehen kann, bis, die Kanonen eingeholt und dann auf die Art festge-bunden werden, wie Fig. 8200 Nr. 1 und 2 darstellen.Die Drehbasscn sind kleine Kanonen, welche halb-pfündige bis zweipfündige Kugeln schießen. Ihre-j Holländische Benennung bedeutet Drehbüchse, und! rührt von der Einrichtung des RapertS her, der mit! einem Zapfen auf dem Deck des Backs, des Halb-> decks und der Kampanje befestiget ist, und sich um-drehen läßt. Die kleinern liegen mit den Schildza-I pfcn in den Oesen, welche an den Zacken einer star-ken eisernen Gabel befindlich sind. Der Stab, derdurch eine Oeffnung geht, vermittelst welcher die Ga-bel um denselben drehen kann, hat oben einen Knopfund unten ein Schraubengewinde, womit er senkrechtauf das Schiffsbord eingeschraubt ist, so daß dieDrehbaffe nach verschiedenen Höhen, Tiefen und ho«nzontalen Richtungen gestellt werden kann. Wasder Aufstellung und Vertheilung des Geschützes an»'st das Nöthige darüber schon oben, S.gesagt worden. Hier noch eine Tabelle zur