289
Schiftbaukunst.
erhält; dagegen wird aber die Wassersäule, welchedas Schiff aus der Stelle treiben muß, viel größer,als sie zu seyn brauchte; die Wasserlinien werdenzu viel Bugt erhalten, und darum wird ein solchesSchiff schlechter segeln, und ungleich gewaltsamereBewegungen machen. Nach einem ganz rundenHauptspante, Fig. 8224, läßt sich wohl ein Schiffbauen, das gut vor dem Winde segelt, es wird aberstark rollen, und man muß befürchten, daß es nurmäßig gut Segel tragen, und schlecht am Windeliegen wird. Macht man sehr lange und platte Lie-ger, so wird man zwar leicht die untere Lage gehö-rig über Wasser halten können; allein die Wasserli-nien werden nicht so vortheilbaft seyn, und ein sol-ches Schiff wird leicht zu viel abtreiben. Wenn mandie Lieger kurz macht und stark einzieht, den Sitzcrnwenig Bugt giebt, und dagegen die Auslangen ge-gen den Wasserspiegel zu sehr krumm hält, mit ei-nem Worte, das Hauptspant unten scharf und gegenden Wasserspiegel sehr weit hält, so wird das Schiff,besonders wenn man das Hol tiefer macht, sehr gutbei dem Winde segeln; man muß sich aber wohlvorseben, daß das Schiff die gehörige Geräumigkeitim Wasser erhält, ohne welche die unterste Lage demWasser zu nahe kommen wird.
Zeichnung des Hauptspants, Fig. 8225.zjche X V für die Oberkante des Kiels unddie Linie b v für die Höhe des Liegertops. X 6zu zwei Fuß angenommen, obgleich diese Höhe sehrbeträchtlich ist. Die Linie (> 2 gleichfalls mit XVparallel, und um die Tiefe des Hols über derselbenvon ibr entfernt; sie ist die Linie des Hols oder desuntersten Verdecks. Die Linie ? V, k 2 parallel,^ ?ie Höhe des untersten Verdecks unter demWasserjpirgel des geladenen Schiffes, im Hauptspantaus dem Seitenriß gemessen, von derselben entfernt.
rechn. Enr. Theil. OXIckH. L