418 Schiffbaukunft.
das Kupfer das Eisenwerk des Schiffes ansteckt, undsehr beschädiget.
Um den Lauf der Schiffe zu messen, hatmau in dem Schiffsmagazine zu Helvoetsluys eineMaschine, womit man die Entfernung oder den Laufeines Schiffes messen kann. Sie wurde Nieman-den gezeigt und ist von einem Schiedamer erfundenworden. Diese Maschine soll aus einem kupfernenSchaufelrads bestehen, das an einem kleinen Fahr-zeuge hängt, so hinter dem Schiffe her fährt, durchdas beim Fortgang des Schiffes gegen die Schau-feln des Rades anschlagende Wasser umgeht, unddurch einen Zusammenhang von Rädern, die inwen-dig im kleinen Fahrzeuge vertheilt sind, eine Nadelumdreht, die auf einer, in 15 Theile eingetheilten,Scheibe die Stunden zeigt. Das Rad muß 1470mal umgehen, ehe die Nadel eine Stunde fortgerücktist, und am Ende der 15 Stunden muß man nach-sehen, um bei der Rechnung nicht in Irrung zu ge-rathen. Bei stillem Wetter ist die Maschine sehrgut zu gebrauchen, und da sind auch die angestelltenProben genommen worden, hingegen hat man fol-gendes dabei zu erwägen: i) Wenn die See holnist, das heißt, wenn es stürmt, so läuft das Schiff"chen nrit der Maschine, wenn es nicht untergeht/welches sehr leicht möglich ist, den krummen Liniender Welleif nach, und die Nadel zeigt folglicheine weit größere Entfernung au, als sie würde an-gezeigt haben, wenn die Maschine nur dieder Wellen durchlaufen hatte. Durch das 9ue-dcrfallen der Wellen, die öfters eine entgegengesetzte
Richtung mit dem auf die Schaufeln stoßenden Wei-ser haben, bekömmt das Rad auch eine entgcgengr"
' sehte Bewegung, und die Nadel geht, stattwärts, rückwärts Es ist sehr viel Eisen daran, dadem Roste unterworfen ist, und dem dauernden For