520 Schifffahrt.
fand sich Cathaqo nach einigen Jahren, als Catodahin kam, wieder in so blühendem Stande, daßer dem Senate zn Rom ohne Unterlaß vor-stellte, daß die Republik in keiner Sicherheitwäre, so lange Carthago stände, welches zur Er-haltung der Ersteren, nothwendig zerstört werdenmüßte. Selbst in der engsten Belagerung, woCarthago im dritten Punischcn Kriege von demScipio fast zur Ucbergabc gebracht worden war,und ihm vorher alles Gewehr war ausgeliefertworden, fanden sich in dessen Mauern noch so vieleGeräthschaften, daß die Einwohner nicht nur eineneue Flotte während der heftigen Belagerung aus-rüsten, sondern auch täglich 140 Schilder, 300Degen, 500 Wurfspieße, 1000 Pfeile und sehrviele Kriegsmaschinen verfertigen konnten, um denAbgang des Kriegögeräthes zn ersehen, das sie,vor der Belagerung, in Hoffnung der Verzeihung,dem Scipio zu frühzeitig überliefert hatten; undwelches aus 200,000 vollkommenen Rüstungen,einer unendlichen Anzahl von Pfeilen und Wurf-spießen , und 2000 Maschinen bestand. Hierauswird man sich einen Begriff von der Carthagineu-sischen Seemacht machen können. — Die Cartha-ginenser behaupteten die Herrschaft zur See biszum ersten Punischcn Kriege, welche Herrschaftihnen einen Theil von Afrika, Spanien und S>-cilieu, und das ganze Sardinien mit allen herum-gelegenen Inseln unterwarf. Niemand machte ih-nen die Handlung auf dem Mittelländischen Meerestreitig; sie theilten solche geruhig mit den Tyrcrn,ihren Vorältcrn, und mit ihren Bundesgenosse"'sie mißbrauchten auch oft diese Herrschaft undplünderten häufig unter allerhand nichtigem Vor-munde die Italienischen Küsten und Kaufleute-Der Consul Marcius rückte ihnen dieses rmth-