Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
Seite
525
JPEG-Download
 

Schifffahrt.^

525

Dke Phönltier wären, als sie in den ältesten Zel-ten über die Sauleu des Herkules hinausgeschifft,von einem heftigen Sturme überfallen worden, dersie viele Tage!auf dem Meere herumgetrieben, und end-lich auf eine große Insel auf dem Atlantischen Oce-an, welche von Lybieu viele Tagereisen gegen Westenentfernt gelegen eingeführt; aufderselbenhätten siecinfruchtbares Land/ schiffbare Flüsse, und prächtigeGebäude angetroffen; die Carthagineser und Tyrierhätten Kenntniß von diesen Landern bekommen;nachher wären die Carthagienser, da sie oft vonden Syriern und Mauritanern bekriegt worden,bie Gaditanische Enge passirt, und in den Atlan-tischen Ocean geschifft, wo sie endlich in diesenneuen Gegenden gelandet wären, und eine Koloniedarauf angesetzt hätten. Diese Entdeckung hättensie lange geheim gehalten, damit sie, lm Fall sieaus ihren Besitzungen wieder verjagt werden soll-ten, einen sichern Ort fänden, dahin si« mit denIhrigen fluchten könnten.

Die meisten Schriftsteller, welche von dieser Ent-deckung geschrieben, haben des Plato's AtlantischeInseln, mit derjenigen, wovon Aristoteles undDiodorus den er verwechselt, und da sie jenefür das heutige Amerika ausgeben wollen, so istihr Irrthum um so merklicher, da erstens Pla-^ s Atlamika schon einige tausend Iabre vorherdurch cm Erdbeben und eine Überschwemmunguntergegangen, folglich von den Earthagienscrn,nicht beseht werden konnte; und dann zweitens de-"n LcM nahe bei den Säulen des Herkules, an" Rundung der Straße, bestimmt wird; dahin-die Insel, wovon hier die Rede ist, undHe viel eher für Amerika gehalten werden"ach dem Zeugnisse des Diodors eineHlsssahrt von vielen Tagen erfordert, Afrika

s-ä?" - "d gelegen, und folglich von der Straße'ehr weit entfernt ist.