'588 Schifffahrt.
Die Cretenser, welche sich dem Betel lus nichtergeben wollten, ergaben sich freiwillig dem Pom-pes us. Nach Vertilgung der Seeräuber wardas Mittelländische Meer wieder frei und standallen Nationen offen, die dessen Küsten bewohn-ten. Nur die Römer bedienten sich zu der Zeitdes letzten Vortheils noch nicht. Sie suchtensich mehr durch Kriege, als durch die Reichthü-mer, welche die Handlung abwirft, zu vergrößern;und wenn sie sich auch des letzteren Mittels hättenbedienen wollen, so würden doch die damals ent-standenen inneren Kriege, welche eine so großeVeränderung in ihrem Staate verursachten, diesesVorhaben unterbrochen haben. Es kann aberdoch diese Verabsäumnng des Seehandcls nichtmit völliger Gewißheit behauptet werden; denndas Schweigen der alten Geschichtschreiber überdiesen Zweig giebt keinen hinlänglichen Beweis,weil ihnen vielleicht dieser Theil der Geschichtenicht wichtig genug geschienen. Man findet vonder Römischen Handelsschifffahrt seit dem Kriegewider die Seeräuber, der im 68?sten Jahre derStadt Rom endete, bis zu des Cäsars Kriegenin Gallien, nichts aufgezeichnet. Durch diese abe>>und besonder durch seine Unternehmung wider dirBelgier und Brittannier, bekam eö einen neue»Zuwachs. Als Cäsar die Belgier besiegt halte,mußten ihm die Einwohner von Vanneö, nawdem Strabo "), eine Belgische Nation, glc>^den anderen, Geißeln ausliefern. Da nun d>eEinwohner von VanneS, so wie Überhangdie Belgier voraussahen, daß Cäsar auchdie Brittannier herfallen würde, mit welchen wwegen des Handels verbunden waren, so sticht
») l-ib. IV.