614 Schifffahrt.
konnten auch bei der Befestigung der Planken ei-serne Nagel gebraucht werden, die man noch inalten Gräbern antrifft. Die Belgier nahmenzu dem Ende das Rauhe des Schilfs, welchessie geklopft in die. Fugen eintrieben. Hieraus gehtnun hervor, daß wir Deutsche schon in der erstenZeit Schiffe von Bedeutung besaßen, die mit al-len Hauptgeräthschaften versehen waren und eigeneNamen führten. In den Bcrtinianischen Jahrbü-chern geschieht beim Jahre 876 auch der Barken,als großer Schiffe, Erwähnung, womit Normän-ner, worunter Iütlander und Sachsen begriffe»sind, in die Seine eingelaufen sind; allein nachFjscher's Meinung hätten sie nicht allzu großgewesen seyn können, weil man zugleich angemerktfindet, daß sie dieselben mit Stricke, und land-' wärts auf eben die Art, wie die Russen auf den»Dnieper die Ihrigen, fortgeschafft hätten.Deutschen Schiffe waren bald allein mit Ruder-bänken, bald allein mit Segeln, oft mit beideszugleich, und dann auch mit Flaggen versehe»'Auf die Segel verwendeten sie manchmalviel, indem sie dieselben nicht nur weiß mach"»?sondern auch mit bunten Streifen verzierten odermit hellfarbigen Verbrämungen einfaßten,gar durchwirken ließen. Sie hatten zuweile^Flaggen von Goldstoff. Die Byzantinische E»'drid besaß ein Schiff, dessen zwei Drachcnkoplnebst dem Schwänze und den Segeln vergoß/das übrige aber schön bemalt war. Haral^König von Norwegen, schenkte König Adelst"von England ein Schiff, dessen Hintertheilvergoldet und die Segel von Purpur, dasvon Scharlach waren. Sie konnten mit ga»§. ^und halbem Winde segeln, worin ihreeinen großen Vorzug vor der Römischen und ^