646 Schifffahrt.
die Kaiserliche Flotte zu bringen, welche einigeSchiffe verbrannten und die andern in die größteUnordnung sehten. Den Morgen darauf erschienGcnserich mit seiner Flotte in Schlachtord-nung und griff die Kaiserliche, noch in Schreckenund Unordnung befindliche, Flotte mit so gutemErfolge an, daß er viele Schiffe wegnahm, andereversenkte und die übrigen nöthigte, mit einemVerluste von 50,000 Mann die Flucht nach Ssicilien zu nehmen. Der Verlust einer so ansehnlbchen Flotte, die Verheerungen der Vandalen aufden Griechischen Inseln, und ihre beständigesStreifereien auf der See, gaben der Schifffahrteinen großen Stoß. Hierzu kam noch, daß CoU'stantinopel, dieses große Magazin der Handlungim Orient, durch zwei Feuersbrünste größtenkheilszu Grunde gerichtet wurde. Durch die ersteden im Jahre 465 von 14 Vierteln, worausdiese große Stadt damals bestand, 8 in Asä^gelegt, nachdem das Feuer sechs Tage und se«^.Nachte gewüthet hatte, und durch die andere, iMJahre 477, ging der größte Theil der Stadt,riebst der Bibliothek, die aus 120,lX)0 Bändenbestand, im Rauch auf. Der erste Brand trugsich unter der Regierung sev'S des Ersten,der andere unter dem Zeno zu. Unter demstinian, der auf den Just inuö dem Erst^ ,folgte, und der gleichsam, als der letzte Römisi^Kaiser des Orientalischen Reiches anzusehen ileunter dem dasselbe einen neuen Glanz erhielt, ""der auch durch die Sammlung der Römisch^Gesetze, und durch die 'Herausgabe der PaNvecteund Institutionen, die unter seiner Aufsicht ^den berühmtesten RechtSgekehrten damaliger ogeschrieben, einen unsterblichen Namen envorb ,hat auch für die Marine in dieser Hinsicht M