Schifffahrt. 651
oder die Stadt gehegt, daß sie nach und nachden Hafen von Koulan verlassen und in keinemandern ihre Schiffe mehr befrachten wollen, alsw dem von Calrcut. Hierdurch geschah es, daßln der Folge Calecnt der vornehmste MarktplatzIndien geworden ist. Als einige hundertJahre darauf die Portugiesen zum ersten Maleln das Indianische Meer kamen, wunderten sieslch nicht wenig, daß sie daselbst Mohamedaner,die See voller Schiffe und die Handlung zwischenden Einwohnern der östlichen Küste von Afrika,Indien und allen Inseln, mit denen von Arabienund Persien so gut eingerichtet fanden; was sieaber am meisten befremdete, war, daß sie schonhier den Gebrauch der Seekarten und des Kom-passes antrafen.
Die Schifffahrt des Deutschen Reichs.
' Daß die Schifffahrt der Deutschen so alt, als ihreGeschichte selbst ist, und sie sich mit besonderer?2eschicklichkeit im Seewesen ausgezeichnet haben,schon oben, S. 615, angeführt worden. Uebcrallsoeben die Alten Klagen über die Serräubcreien^ Wachsen und Franken. Als Karl der Große,^ahlt der Mönch Egigehard von St. Gallen,^."stnials von seinem .Vustschlosse in Lankedok auf^ Mittelländische See hinausblickte, so entdeckte^ eine Flottille .von wenigen Fahrzeugen, die lan-ju wollen Miene machte. Seine Hofleute) elte„ sie für Afrikanische oder Englische Schiffe;^.e>n Karl behauptete, es wären Jütische S-°uber, welches auch die ausgeschickten Strand-a»ü^ ^ftätigten. Karl prophezeihetc mit Grunddieser kühnen Unternehmung seinen Nachfol-d-k? gefährliche Folgen; denn seit dem Anfangem.. ^len Jahrhunderts ist die Geschichte voll^llnderungen der Fränkischen,' Belgischen und