Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schifffahrt.

Friesische» Secküsten durch die Normänncr.Selbst bei Lebzeiten Karls des Großen ver-wüstete der Dänische König Gott rieh Frieslandmit einer Flotte von 200 Segeln, und dieses nö-thigte Karln eine eigene Kriegsflotte in die Seegehen zu lassen, um sowohl die Deutschen Küste"vor allen Normannischen Anfällen zu schützen, alsauch diese Korsaren aus den Deutschen Gewässer"zu vertreiben. Die Schisse wurden zu Gent ""der Schelde erbauet, und mußten zu Bonlog"^überwintern, wo er den alten lcuchthurm wieb^herstellte. Schon vorher hatten zwei FränkischeKönige, Theodorich der Erste von Anstreifst"und Guntram von Burgund, Flotten ausger>"stet, die aber mehr zur Vertheidigung der Küstedienten, als daß sie zu feindlichen UnternehuuEgen bestimmt waren. Jetzt erschienen diemänner alle Augenblicke mit Flotten von 60,

200, 300 und mehreren Schiffen, machten an de"Deutschen, Fränkischen und Brittischcn Küsten La>"Lungen oder gingen die großen Flüsse, deren Strö>"^sich ins Meer ergossen, aufwärts, drangen in d"Innere der Fränkischen Staaten ein und mach"'"auf beiden Seiten des Ufers Beute. Manchst'stwagten sie sich noch tiefer ins Land, da ibnSchiffe von der Beschaffenheit waren, daß sie stehe theils auf Walzen fortschaffen, theils auf dstSchulter forttragen konnten Solche verweistSeefahrten nahmen die Deutschen noch inrer Zeit vor. Sie durchschwärmten alledes Baltische,, Meeres, den Ozean, das Mittelsdische Meer und das schwarze Meer. Die l>ä"^gen Streifereicn der Nordländer im Mittest""schen Meere machten, daß man dort jeden ^ ,räubcr Korsar nannte, welches vom GotW'Worte Kussarar, Seeräuber, herrührt. D>e ^