Schiffahrt. 653
wohner der Insel Oesel, die in der Vorzeit viele See-rauberei trieben, werden noch bis jetzt in der Esth-nischen Sprache Curresaar geheißen. Lange vorOhther, waren die Normänner gewohnt indas weiße Meer an den Dwinastrom zn schiffen,und an den Usern von Viarmicn zu fischen. Th or-Mod Torfäns lieferte ein langes Verzcichniß vondergleichen Schiffahrten seiner landslente, das mitdem 3ken Jahrhunderte ansängt und bis zum 13tcnfortgeht. Das weiße Meer hieß damals Gandvich,wid die Dwina Vimr. An der Mündung diesesStromes lag Biarmien, neben Biarmicn etwasöstlich Jotunbeim ain Flnffe Pezor, von diesem,deffcn Thäler Gloesisvellir genannt wurden, warHolm- ,Zardarich, dessen Hauptstadt Holmgard hieß, verschie-den. Eincn Theil des Landes dnrch ein hohes Gebirgeabgesondert, nannte man Känugard, vermuthlichdas O.necnland, Kcenland. Alle diese Länder zu-sammen begriffen das Gardarich und Risaland, dasist Rußland, und oft hatte jedes einen eigenen^onig, so wie auch zuweilen die Provinz Paltes-cm oder Pleskowien, die dazti gehörte. Biarmienm, daher nicht erst dnrch die Reise des OhthcrS^kannt geworden, sondern man hatte aus einer^st'nge Sagen, die viele Jahrhunderte älter sind,^eits Nachrichten davon. Die äußerste Gränze^ Nordpols zwischen Nuova Seinbia, der Straße^ygaz, Spitzbergen und Grönland, die uns ge-8e»wartjg unbekannt ist, und ehinals von den Nor-^ännern häufig besucht wurde, ist Dumbshaf,?°u einem gewiffen Könige Duinbur, deffcn Ge-s" sich bis dahin erstreckte. Daß die Nationen,
?'e ursprünglich die meiste Schifffahrt hatten, auchU der Folge den größten Handel bekamen, ist aus^ Geschichte bewiesen. Auch unter den Euro-^ffchen Völkern bewiesen dieses die Slaven, Sach-