Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schifffahrt. 759

der Fast. Von den Portugiesen, welchen der Be-sitz von Macao wesentliche Vortheile gewährt, kom-men kaum zwei bis drei Schiffe jährlich nach Eu-ropa. Von den Schweden kamen jährlich zweidie drei Schiffe nach Kanton, welches jetzt aufge-hört hat. Die Engländer müssen zur Sicherstel-lnng dieses Handels beständig eine Flotte von bei-nahe 1000 Kriegsschiffen unterhalten, wodurch frei-lich die Handelsschifffahrt in der jetzigen Zeit weitkostspieliger geworben ist, als sie ehemals war.

Welche Wichtigkeit Großbrittanniens Flotte hat,indem sie im Lande als das Palladium seiner poli--'tischen Ueberlegenheit, und als das Werkzeug zur Er-haltung dessen, worauf seine innere Kraft beruht,betrachtet wird, wird daraus hervorgehen, daß dieFlotte, ohne die Kaperschiffe, aus beinahe 1000Kriegsschiffen besteht, worunter mehr als 200Schiffe von der Linie, 25 Schiffe von 50 Kano-nen, und über 200 Fregatten sind. Alle dieseSchiffe zusammen sind nicht nur bequem gebauet,sondern sogar mit Blitzableitern, Ventilatoren undUhren zur Abmessung der Meereslänge versehen;sie führen 25 bis 30,000 Kanonen, und sind inKriegszeiten wohl mit 150 bis 160,000 Seeleu-ten, theils Matrosen, theils Kanonier und See-soldaten, beseht. Im Jahre 1760 schätzte manGroßbrittanniens Seemacht auf 414 Schifte vonverschiedenem Range, von den wirklich dienendenLinienschiffen waren 120, und 1785 nur 110 vor-banden. Nach der Admiralitätsliste bestand dieFlotte am Isten Januar 1786 aus 114 Linien-schiffen, 111 Schiffen von 50 Kanonen, 111 Fre-gatten, 42 Kuttern und Chaluppen, also aus 278Schiffen; 1787 aber aus 125 Linienschiffen, 53Schiffen von 50 Kanonen, 109 Fregatten, 58Kuttern und Chaluppen. Die Unterhaltung die-