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Die Aufsaugungskraft im Vergleich zum Sägemehl geht aus folgender Übersicht hervor*). 100 Terleabsorbieren Wasser:
283 TeileN3N
Grobe HolzwolleMittlere „Feine
Buchen-Sägemchl
Fichtcn-
Allerdings ist die Holzwolle im Dünger, wie dos Sägemehl, schwer zersetzbar und hat einen geringenGeholt. Einer ausgedehnten Verwendung steht ferner einstweilen noch der hohe Preis entgegen.
VI. Die Erdstern, der Torf, die Torsstreu und der Torfmull.
Die Erdstren wird selten angewendet, wäre aber nichtsdestoweniger unter Umständen sehr zn ein- Schwierig-pfehlen. Die Gewinnung trockener, pulveriger Erde, wie sie zur Einstreu notwendig ist, bereit Zufuhr,daö Hereinschaffen in den Stall, das Herausschaffen des Mistes und dessen Abfuhr erfordert sehr viel'v^sduuavoilArbeit und Kosten. Plan nimmt an, daß für eine Kuh täglich iP Knbikfuß Erde notwendig seien.
Da 1 Knbikfuß Erde etwa 35 Kilo wiegt, so wären also für einen Stall von 10 Stück Großviehtäglich 525 Kilo, also über 10 Centner Erde nötig.
Hierzu tritt, daß bei Anwendung von Erde als Einstreu sehr große Sorgfalt nötig ist, wennUlan die Tiere rein halten will. Aus allen diesen Gründen wendet man Erde in der Regel nur in "Rot-fällen an. Einzig in Schafställen dürfte eine regelmäßige Anwendung am Platze sein, weil ^iePsZ^dungSchafe sehr wenig Harn und trockenen Mist absondern. Das Einstreuen geschieht am zweckmäßigsten in der und Ziegcn-Weise, daß man den Boden des Schafstalles mit einer etwa fußhohen Erdschicht bedeckt und, damit derStand nicht zn kalt ist, darüber eine Schicht Langstreu bringt; die Tiere bleiben so auch reinlicher. BeiAnwendung von Erde hat mau deu stechenden Geruch im Stalle nicht und sie verhindert zugleich auchdie allznschnelle Zersetzung des Mistes.
In gleicher Weise wäre die Einstreu auch für Ziegen verwendbar, während sie für Schweinenicht geeignet ist. Rnr in Notfällen wendet man sie beim Rindvieh und bei Pferden au.
Der Düngerwert der Erde ist gleich "Null , dagegen hat sie ein sehr großes Anfsaugungsvermögen Düngcrwertfür die Jauche und ist ein vorzügliches Konservierungsmittel für den Dünger. Die Erde hat nicht nur saügungs-ein großes Absorptionsvermögen für die Flüssigkeiten, sondern ganz speeiell für das so leicht flüchtige verschiedenerAmmoniak. ' Erdnrten.
Die verschiedenen Erdarten verhalten sich jedoch bezüglich der Absorptivnskrast verschieden. Je größerder Gehalt eines Bodens an Humus und Jeinerde, um so mehr Wasser kann derselbe aufnehmen, lind je größerder Gehalt an Sand und je grobkörniger derselbe ist, um so weniger.
Die nachbczcichuctcu Bodenarten nehmen folgende Prozentsätze Wasser auf:
Mittelgrobkörniger Sand . . . 30°/«Humushaltigc Ackererde . . . 50°/«Strenger Thon .... 50—70°/°
Humus
t90°/,
Der Sand hat also das geringste Aufsangungsvermögen. Größer ist dasselbe bei der hnmushaltigenAckererde und dem Thon. Letzterer ist aber dennoch nicht zu Einstreu geeignet, weil er sich sehr schwer Pul-verisieren läßt und unter den Tieren in einen zähen Brei zerfließt. Dann auch deshalb, weil die Exkrementesich nicht so innig mit demselben mischen lassen, sondern mehr nur äußerlich den größeren Bodenpartikelchcnanhaften. Die größte Aufsaugungskraft hat der Humus, derselbe läßt sich leicht in einen pulverigen Zustand
*) Bergt. Classen in Handbuch der gesamten Landwirtschaft von Th. von der Goltz III. Bd. S. 791.