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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vom Jahr 1644.

hatte seilten Feldzug in Italien rühmlich durch die Belagerung von Trino beschlossen,als ihm gleich nach seiner Rückkunft zu Paris der Cardinal seine Bestimmung eröffnete,Memoires mit dem Zusatz, daß er in Zeit von drey oder vier Tagen abreisen müßte. „Der Mar-schall gehorchte, obgleich sehr krank an einem Fieber, das ihn gegen das Ende der Ve-

ne von ihm „lagerung voll Breysach befallen, und seitdem nicht mehr verlassen hatte. Die Feindeselbst. „waren wegen Spate der Iahrszeit nach ihren letzten Vortheilen nicht weiter gegangen,„und der Marschall, der im December zu Colmar anlangte, versammelte die vornehm-„sien Officiere, und dachte auf Mittel, die Armee herzustellen.

„Weil der Elsaß zu sehr entkräftet war, zog Türenne gleich mit Anfang des Ien-„ners die Armee nach den Gebirgen von Lothringen zurück, und verlegte sie daselbst in„Quartiere, die zu erweitern Lüxeuil und Vesoul in der Franche -Comte' erobert und„mit drey bis vier Regimentern besetzt wurden. Es kam einiges Geld von dem Hofe,"Türenne borgte auf seinen Credit eine beträchtliche Summe, „und mit diesem und ver-„mittelst der Quartiere setzte sich die Armee wieder in Stand, doch eigentlich nur die„Cavallerie. Der Infanterie war es unmöglich, sich diesen Winter völlig zu erholen.

„Indeß recognoscirte Türenne die Plätze vom Elsaß und kam nach Breysach, von„da der Generallieutenant Erlach, Gouverneur der Festung, noch vor seiner Ankunft„nach der Schweiz weggeflüchtet war, und einen Brief hinterlassen hatte, in welchem er„sagte, daß er den Platz verließe und dem Marschall übergäbe, weil er glaubte, daß„der Cardinal Mazarin einen Argwohn gegen ihn gefaßt; die Gemahlin des Generals„war noch in der Stadt, und er bat, daß man diese ihm folgen lassen möchte. Es„war dem Marschall allerdings ein wenig befremdlich, daß der General auf einen ganz„ungegründeten Verdacht einen so schönen Posten verlassen," den vor Zeiten der Mar-schall für sich selbst gewünscht, „er hielt es aber seiner für unwerth, die Uebereilung des„Herrn von Erlach zu nützen und durch sie diesen Posten zu erhalten. Der Herr von„Tracy, der von ihm zum General Erlach geschickt worden, brachte ihn zurück, und„Türenne übergab ihm seinen Platz und gieng bald darauf nach der Armee wieder ab.„Die Armee verblieb den ganzen Winter lang in den Quartieren von Lothringen."Merlans Aber die Feinde belagerten indeß Uberlingen, das der Graf von Courval mit größterEuropaeum Hartnäckigkeit vertheidigte, und erst am zehnten May ergab, nach einer langen BloquadeTheil 5. ' und

Vom Cardinal la Valette sah man- daß, um Der Graf von Harcourt lehrte, daß die Ee«den Soldaten zu gefallen, man den falschen Dcli. schwindigkeit die eigne Tugend der Feldherren seyncatessm des Hofs und seiner Galanterie entsagen soll, und, mit Bedacht verbunden, am sicherstenmuß, um mit Soldaten als Soldat, .treu und den Erfolg gewahrt. (Leben des Marschaü Tü«offen und ohne Umschweif zu leben. renne von Ramsay.)