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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vorn Jahr 1644.

und einer Belagerung, die sechs Wochen gedauert hatte, und nachdem die Garnisonvon zwölfhundert Mann bis zu dreihundert geschmolzen, und durch den Hunger einTheil der Bürgerschaft aufgerieben war. Dennoch erhielt die Besatzung fteycn Abzugmit Artillerie und Bagage, und traf glücklich zu Breysach ein. „In der Mitte des Memoires„Mays rückte die französische Armee aus ihren Quartieren wieder in Elsaß, und der ^ 5^^„Marschall erfuhr, daß zweytausend Pferde unter dem General Mercy, Bruder des t>on"ihm„Feldmarschalls, jenseits des Schwarzwalds in zwey Flecken am Ursprünge der Donau selbst,„vertheilt standen. Sogleich gieng Türenne mit einem Corps bey Breysach über den„Rhein, und detaschirte vor sich voraus den General Rostn mit vier oder fünf Regi-„mentern, worauf die feindliche Cavallerie zu Hüffingen geschlagen, und drey bis vier-hundert Mann mit vielen Officiers gefangen wurden. Der Rest flüchtete zu der„großen bayerschen Armee, die zu der Zeit vor Hohentwiel stand, um den Platz mit„Accord oder Hunger zu gewinnen, weil die Lage desselben andre Attaquen beynahe un-„mdzlich machte. Wiederholt lag darin mit einer Besatzung von vierzehnhundert Mann, Merlans„und schlug die feindlichen Erbietungen aus, so daß diese endlich die Bloquade beschloß ^eatrum„sen und die Festung ringsum mit einzelnen Schanzen umgaben, und diese durch Palli- Theils"'"„faden an einander hiengen.

„Indeß war die bayersche Armee bereits seit dem May in bester Verfassung, weil„sie gute Quartiere gehabt und viele von den französischen Gefangenen unter ihre Regi-menter gesteckt hatte." Man schätzte sie auf fünfzehn bis sechzehntausend Mann, mit Th-akrumwelchen der Feldmarschall Mercy bisher Uberlingen eingenommen und vor Hohentwiel Europaeum.sich gelagert hatte. Als aber die Hoffnung einer frühen Uebergabe daselbst verschwand,blieb der Oberste Meilardö mit einem Corps zur Bloquade zurück, und „die Armee Am 5 tm Iu^„rückte durch den Schwarzwald vor Freyburg, einen festen Platz am Eingänge dieser„Gebirge fünf Stunden von Breysach. Türenne, der bereits die erste Besatzung von„drey bis vierhundert Mann mit einer gleichen Anzahl Commandirter von der französi-schen Infanterie verstärkt hatte, sammelte null auf die erste Nachricht vom Angriff„seine ganze Armee in der Gegend von Breysach, und gieng schleunig daselbst über den„Rhein, in Hoffnung, die Feinde vertheilt vor der belagerten Festung zu finden.

„Die französische Armee bestund ohngefahr aus fünf tausend Mann zu Pferde,

„und vier bis fünf tausend Mann Infanterie mit fünfzehn oder zwanzig Stücken, die„ma>l aber nicht sämmtlich hätte mitnehmen können, wenn der Marsch irgends beträcht-lich gewesen wäre; bey dem itzigen aber, der nur fünf oder sechs Stunden betrug,

„folgten sie alle. In der Nacht vom zehnten bis zum eilften Julius gieng die Armee

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