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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vorn Jahr 1644.

Plan 2. ausMcriaiu

dieses Holzes die Ebne, und fällt sodann zur Linken von Freyburg in ein tiefes und en-ges Thal mit Morast und Buschwerk durchschnitten. Alles, was von Breysach kömmtund in diese Ebne will, muß durch Defilees am Fuße eines fast ungangbaren Berges,der in der Gegend des Dorfs Uffenhausen liegt und die Ebne von allen Seiten comman-dirt. Auf den andern Wegen, die dahin führen, ist der Eingang noch schwerer.

In diesem so vortheilhaften Posten hatte der Feldmarschall Mercy sich gelagert,und, weil er einer der größten Feldherrn seiner Zeit war, nichts versäumt, um ihn inseiner ganzen Starke zu nutzen. Seine Armee bestund aus achttausend Mann Infan-terie und siebentausend Pferden. Das Lager verbreitete sich langst der Treysam, undward hier durch das Holz und die Moraste gedeckt, gegen die Ebne aber durch eine starkeVerschanzung, die unten am Abhänge mit einem pallisadirten Fort die Wege am Fußedes Berges verbot, und sodann die Höhe hinauf bis zu einer ganz unersteiglichen Stellefortlief. In dem Fort standen sechshundert Mann mit Artillerie; die Linie auf derHöhe wurde von zweyhundert zu zweyhundert Schritten durch Redouten siankirt, undvorwärts derselben war ein Verhack von Bäumen, deren Aeste zugespitzt und gut ineinander verflochten waren.

Rechts von der französischen Armee und diesem Berge lag noch ein andrer, derFreyburg mehr als jener sich nahte, und zwischen beyden war ein Grund, dnrch wel-chen man in das feindliche Lager eindringen konnte. Es war aber nur durch einengroßen Umweg möglich, und man mußte Gegenden passiren, die nie recognoscitt wor-den. Ein breiter und tiefer holer Weg deckte hier von Natur den feindlichen Posten,und Mercy begnügte sich also mit einem bloßen Verhacke quer durch den Weg durch.

Aus diesem Posten hatte der Herzog von Enguien beschlossen, den FeldmarschallMercy zu vertreiben. Türenne sollte die Attaque in dem Thale machen, der Herzog selbstaber wählte den Berg, und zwar die Verschanzungen auf dem höchsten Gipfel, so daßdas Fort am Abhänge, der Attaque zur Linken blieb. Das ganze Augenmerk ward aufdie Redouten gerichtet, so diese Linie flankirten, und der Prinz wies alles darauf an,sie allein zu formen, weil, sobald die Höhe, die alles commandirte, gewonnen war,man alsderm auch gar leicht das Fort, so unter ihr lag, gewann, und in Schlachtord-nung ins feindliche Lager Herabrücken konnte.

Die Infanterie des Herzogs bestund aus sechs Bataillons, jedes von achthun-dert Mann. Espenan, Marschall de camp, formirte die erste Attaque mit zwey Ba-taillons von den Regimentern Persan und Enguien. Der Marschall de camp, GrafTournon, unterstützte mit den Regimentern Conty und Mazarin, und zwey Regimen-

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