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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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13
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Feldzug vom Jahr 1644. rz

ter blieben im Rückhalt. Die Cavallerie von Enguien unter dem Marschall de camp,Marquis de Pallüau, folgte der Attaque; die Gens d'armes aber postirten sich am Ein-gänge in die Ebne auf einem sehr engen Terrain, um die Bayern abzuhalten, daß sieder Infanterie von der Attaque nicht in die Flanke fallen könnten.

Ehe man den Feinden nahe kam, war zuvor eine steile Höhe durch euren Wein-berg durch zu ersteigen, den von Weite zu Weite kleine vier Fuß hohe Mauern durch-schnitten , so daß eine jede den Bayern zu einer Verschanzung diente. Die Franzosenstiegen über und drangen bis zum Verhacke, hinter welchem die Bayern ein außeror-dentlich lebhaft es Feuer unterhielten, und die französische Infanterie wurde nur mitgroßem Verlust und in Unordnung Meister davon. Indeß aber hatte der Herzog vonEnguien der Attaque, um ihren Erfolg zu sehn, sich genaht, und wurde gewahr, das;seine erste Linie, die zum Theil zwischen dem Vcrhack und der Verschanzung, und zumTheil außerhalb des Verhacks stand, weder vorrückte noch wich. Es fieng sogar einTheil derselben an, den Berg seitwärts zur Rechten zu umgehn, um der; Gipfel auf derFlanke des Feinds zu gewinnen; der Herzog aber, der vorher selbst diese Gegend recog-noscirt hatte, und wußte, daß es unmöglich war, sah deutlich, daß der Erfolg des Gan-zen itzt von einem glücklichen Aktgriff gegen das Centrum der Verschanzungen abhängenwürde. Diesen beschloß er mit den Truppen zu thun, die ihm von der ersten Attaqueübrigblieben, ob es gleich nur noch zwey Regimenter waren, und die das erste Bey-spiel fast muthlos gemacht. Es war aber außer diesem kein Mittel, die Truppen, so jen-seits des Verhacks standen, zu retteir.

Der Prinz stieg vom Pferde und stellte sich an die Spitze des Regiments Conky;der Graf von Tournon, Castelnau und Mauvisieres von Mazarin, und der MarschallGranuuont und alles was vonOfficiers undVolontairs zugegen war,*) folgte dem Bey-spick. Hiedm'ch faßte der Soldat Herz, und da der Prinz am ersten von allen durchden Verhack gieng, stürzte alles ihm nach, und die Bayern verließen ihre Verschan-zung und flohen in die Wälder', durch die Nacht, die eben einbrach, begünstigt. Eserstieg auch der Prinz bald nach diesem ersten Vortheile noch eine Redoute, so die Feindegleichfalls verlassen hatten; aber die Lage, in der er sich itzt sah, war dennoch nicht we-niger gefährlich, als das ganze vorige Gefechte. Denn ein beträchtlicher Theil seinerInfanterie lag todt und verwundet auf dem Platze, und der andre war völlig zer-streut und in Unordnung; die Feinde aber hatten noch ihr Fort und ihre Artillerie, und

B z konn-

Machn, l'Echelle, Manvklly, ln Moujsaye, Istgny, Maller, Daulnie, Tourvikke, Barbantane,Jcrse', die Chevaliers Chabot und Granimont, des Brocteaux? Asprenront, Viange.