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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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14
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Feldzug vom Jahr 1644.

konnten jeden Augenblick anlangen, um die Truppen des Prinzen in ihrer Unordnungzu überfallen; vielleicht war es die Nacht, die den feindlichen General davon abhielt.Der Prinz sammelte, so lange es Tag war, so viel Infanterie als er konnte, besetzte dieRedouten, die er eingenommen, und ließ, wie schwer die Wege auch waren, dennochdie Cavallerie die eroberte Höhe hinanfolgen, worauf sodann alle Trompeten undPauken gerührt wurden, um den Marschall Türenne wissen zu machen, daß die andreArmee die Höhen gewonnen. Alles aber bereitete sich auf den folgenden Morgen zumneuen Angriff. *)

"Inzwischen war von der andern Seite der Marschall Türenne an der Tete seiner„Armee gleichfalls in das Desilee eingerückt, und nahte sich der Ebne, wo die Feinde„en Kamille aufmarschirt standen. Er vertrieb sie anfangs aus einem Walde, einer„Hecke, und von Posten zu Posten bis zum Eingänge in die Ebne; sie verloren in die-„sen Attaquen viel Volk; in der Ebne aber machten sie Halte, und blieben der franzdsi-„schen Infanterie beständig auf vierzig bis fünfzig Schritte nah, weil sie ihre ganze„Reuterey und das zweyte Treffen Infanterie zur Unterstützung hinter sich hatten.„Beyde Armeen blieben auf diese Art einander gegenüber: die Bayern, weil sie es nichti,wagten, mit den Regimentern, die mit gefällten Piken auf sie warteten, zum Hand-„gemenge zu kommen; die Franzosen, weil sie es nicht wagten, in die Ebne vorzu-rücken, da sie keine Cavallerie hatten, die sie unterstützen konnte. Länger als zwo„Stunden vom Tage dauerte dieß Gefecht mit großem Verlust von beyden Seiten.„Die französische Infanterie hatte hinter sich ein Gehölz, das zur Flucht schöne Gele-genheit gab; aber sie verrieth keine Schwäche, ob man gleich nie mehr als ein einziges„Escadron zu ihrer Unterstützung anzuführen vermochte, weil das Terrain, sich in„Schlachtordnung zu stellen, ihr fehlte. Auch die Nacht machte dem Gefechte kein„Ende, und es standen die Truppen länger als sieben Stunden lang einander gegenüber„in beständigem Feuer und auf vierzig bis fünfzig Schritte Entfernung. Von der Ar-„mee des Marschalls blieben hier mehr als fünfzehnhundert Mann an Verwundeten und„Todten, und von der feindlichen mehr als drittehalbtausend. Roqueserviere, Ser-geant de Bataille, wurde zum Tode verwundet, und d'Aumont, Generallieutenant,„that das Seinige wohl.

„Eilt

Memoires *) »Der Prinz, der mit seiner Infanterie die »lich Meister von dem Posten, und richtete drey oderdes Mar- «Höhe attaquiren ließ, wurde anfangs abgeschlagen; «vier feindliche Regimenter, die mehr als zweytau-schall Türen« »als er aber darauf sich selber an ihre Spitze stellte, »send Mann ausmachten, zu Grunde, verlor abernc von ihm »und mit den Truppen, die bisher unterstützt hat- »selbst viele von seinen Leuten, und machte mitEin-ftlbst. »ten, lebhaft von neuem angriff, so wurde er end- «bruch der Nacht Halte auf dem eroberen Posten,«