i 8 Feldzug vom Jahr 1644.
„man aber weiter vorwärts kam, zeigte die Lage der Sache gar bald, daß man höch-„stens nichts anders thun konnte, als etwas außerhalb vom Musquetenschuß Stand,.zu halten, und die Infanterie des Prinzen zu erwarten.
„In dieser Stellung verblieb man eine ziemliche Zeit, weil man gar viel dazu„braucht, um eine Attaque in so schweren Gegenden zu ordnen, wo man sich öfters nicht"sieht. Es fand aber der Prinz hierauf für gut, daß der Marschall Türenne mit feiner"Infanterie angreifen sollte; und Grammont erhielt Befehl, mit der Cavallerie in die"Flanke sich einzuwerfen , oder wenn die Attaque gelange, sie zu unterstützen. Man"Marschirte gerade gegen den Verhack in der Mitte des Berges, dem linken Flügel der„Armee gegenüber: der Angriff aber mislang, und die Infanterie wurde nach einem„äußerst hartnäckigen Gefechte zurückgeschlagen. Die Regimenter Cavallerie Türenne,-.und Tracy hielten alles Feuer aus, ohne zu wanken, und thaten Wunder.
"Der Marschall Türenne, der den Grafen von Tournon bey sich hatte, ließ dem„Prinzen mehr als einmal wissen, daß er, was man auch litte, doch sein äußerstes thun„wollte, um wo möglich nicht vor der Nacht sich völlig zurückzuziehen. Es ist aber ge-„wiß, daß wenn der Feind richtig den Zustand der Sache hatte beurtheilen können, so„wäre die ganze französische Armee, wenigstens die ganze Infanterie, verloren gewesen,"Die Türennische war zwar zu eben der Zeit gegen den Berg geführt worden, da die„von dem Prinzen attaquirte; aber die Soldaten waren so muthlos, daß sie dem Feinde„sich kaum nahen rnochten.
„Zwey Stunden ohngefähr dauerte dies letzte Gefecht, und endigte sich mit der„Nacht, ohne daß die Feinde von ihrem Posten gewichen. Sie verloren viel Volk, die"französische Armee aber noch weit mehr, und dieser ihre ganze Infanterie wurde bey-nahe völlig zu Grunde gerichtet: da aber die Feinde zwey Tage vorher fast die Hälfte„von der ihren eingebüßt, und auch diesen Tag allerdings nicht ohne große Niederlage„entkommen, so blieb ihnen nur wenig Infanterie. Hätte Espenan nicht ohne Befehl„angegriffen, wodurch alles in Verwirrung gerieth, so daß statt dessen die Infanterie„beyder Armeen de front, und in der Ordnung, die man ihnen geben wollte, attaquirt„hätte, so war die feindliche Armee verloren und konnte nicht widerstehen. Die Nacht„schied die Armeen von einander, die bis dahin mit den vordersten Corps höchstens bis„auf fünfzig Schritte von einander gestanden hatten, und die Armee des Königs zog„sich in das Lager zurück, von welchem sie abmarschirt war. Gafpar von Mercy, Ge-neralmajor und Bruder des Feldmarschalls, blieb von Seiten des Feindes: auf der"französischen l'Erhelle und Mauvilly, und fast alle Commandeurs von den Corps und
„viele