Fcldzug von: Jahr 1644. 19
„viele Officiers von der Infanterie. Die Verwundeten in großer Zahl wurden nach„Breyjach geschickt, und Lebensmittel von daraus beygeführt.
„Drey Tage darauf erfuhren die französischen Generale, daß die Feinde den bis- Am achten„her behaupteten Berg verlassen, in Freyburg Besatzung geworfen, und in den Schwarz-„wald eingerückt waren, um nach dem würtemberger Lande sich zurückzuziehen. Weil„das Land, durch welches sie marfchiren mußten, voller schweren Desilees ist, und die„Bagage nur mit größter Mühe darin marfchiren kann, so wurde beschlossen, gleichfalls„mit der Armee aufzubrechen, um die Feinde in diesen Desilees zu überfallen; und der„Herr von Rosen mit acht Escadrons wurde in dieser Absicht vorausdetafchirt, und„brach gegen Mitternacht drey oder vier Stunden vor der Armee auf. Es war ein„trefflicher und erfahrner Officier, und man gab ihm daher den Auftrag, den Feind,
„weint er zur Erleichterung feines Marsches sich getheilt, in diesen Detafchements anzu-greifen, oder, wenn er zusammengeblieben, die ganze Armee zu harceliren und sie im„Marsche aufzuhalten, damit die unsere dadurch Zeit gewönne, ihr zu folgen.
„Mit Anbruch des Tags setzte sich die französische Armee in Marsch, ließ die Ba-gage mit einer starken Escorte zurück, und folgte dem Wege, den der Oberste Rosen„gehalten; die feindliche Armee aber war noch nicht ganz aufgebrochen, und Conde„machte die Arriergarde mit vieler Vorsicht. Nach einem Marsche von fünf oder sechs„Stunden Wegs im durchschnittensten Lande, und wo öfters die Reuter absteigen muß-ten, um Pferd hinter Pferd zu führen , erreichten die ersten Truppen der Türennifchen„Armee, so die Avantgarde hatte, eine kleine Höhe. Der Prinz und der Marfchall„waren beyde zugegen, und sahen auf eine Viertelstunde Wegs vor sich die Truppen„des Herrn von Rosen in einem Thale, und auf der Höhe eines Berges, was derOber-„ste, weil er im Grunde war, nicht sehen konnte, fünf oder sechstausend Mann vom„Feinde, als den ganzen Nest ihrer Armee, die sich zurückzog. Bald darauf sahe man„Rosen mit seinen acht Escadrons, die ohngefähr sechshundert Pferde ausmachten, wie„er dem Feinde folgte, und diesen Berg, der eine ziemliche Breite hatte, hinaufstieg.
„Türenne schickte auf Befehl des Prinzen in vollem Jagen la Berge einen Officier aus„seiner Suite zum Herrn von Rosen, um ihm zu sagen, daß es die ganze feindliche Ar-„mee sey, die auf dem Berge marschirte. Allein ehe dieser ankam, hatte Rosen, der„nichts vom Feinde sah als einige Trupps von der Arriergarde, sich bereits zu sehr ge-„naht; und Mercy entdeckte, daß er durch nichts unterstützt war, und daß die erste„Troupe von der französischen Armee noch auf eine Viertelstunde davon abstand, und„Mann hinter Mann desilirte, um die Escadrons zu formiren, welches, wie man weiß,
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