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Feldzug von: Jahr 1644.
„bis auf zwölf und fünfzehn Stunden davon nahm alles Sauvegarden, das einzige»Schloß Creuznach ausgenommen, wo eine feindliche Besatzung von zweyhundert»Mann lag. Der Prinz verblieb vier oder fünf Tage zu Maynz, und empfieng da-selbst einen Gesandten von der verwittweten Landgrafin von Hessen und viele Deputirte„von den umliegenden Oertern. Der Vicomte Courval mit drey oder vier hundert„Mann wurde zur Besatzung bestimmt, und warf sich in die Citadelle, die damals„nichts taugte, und an der hernach vieles gearbeitet worden. Eine kleine Besatzung„blieb zu Oppenheim, und zwey bis drey hundert Mann zu Worms; die übrigen Trup-„pen aber, die der Marschall Türenne vor Maynz geführt, giengen mit ihm und dem„Prinzen wieder zurück nach Philippsburg. Man legte keine starken Besatzungen ein,„weil nichts von dem Feinde auf dieser Seite des Rheins stand, als die Garnison von„Frankendahl von sieben bis achthundert Mann. Zu Landau hingegen, vier Stunden„von Philippsburg, war noch eine lothringische Besatzung; der Prinz fand für gut sie„zu belagern, und detaschirte dazu den Herrn von Aumont, Generallicutenant von der„Türennischen Armee, mit drey bis vier tausend Commandirten und einiger Artillerie.„Am Tage nach Eröffnung der Laufgräben wurde d'Aumont schwer verwundet, und starb„zu Speyer. Er hatte fünf oder sechs Jahr als Marechal de Camp in den französischen„Armeen gedient, und ward erst in diesem Jahre Generallieutenant in der deutschen; ein„Mann von großem Stande, am Hofe erzogen, und von vieler Fähigkeit, zum Kriege„sowohl als zu allem, was zu seinem eignen Glücke gehörte. Er lebte in sehr gutem„Vernehmen mit dem Marschall Türenne, und starb mit vieler Sündhaftigkeit.
»Als die Nachricht von seinem Tode nach Philippsburg gekommen war, fand der»Prinz für gut, daß der Marschall Türenne die Belagerung übernähme. Es war nurAmiyten „wenig Volk in derselben verloren worden, und der Platz ergab sich zwey oder drey TageSeptember, Ankunft des Marschalls, und nachdem der Prinz die Belagerung selbst recognoscirt„hatte. Darauf wurden verschiedene Schlösser, die dem Herzoge von Lothringen in den„benachbarten Gebirgen gehörten, besitzt: zwey bis drey hundert Mann blieben in Lan-„dau; alles andere aber vereinigte sich wieder mit dem Corps von Philippsburg, davon»Espenan auf Bitten des Prinzen Gouverneur ward. Gegen Ende des Octobers gieng„der Prinz mit seiner Armee nach Frankreich, und nahm seinen Weg über Kaiserslau-tern und Zwcybrück gerade nach Metz; und es blieb nichts von ihm zurück als einige»neue Regimenter Infanterie, davon die französischen Officiere den Abschied erhalten,„und die deutschen Officiere nur mit größter Mühe die Soldaten zurückhielten. Die ganze„französische Cavallerie, die schon seit einiger Zeit nicht mehr im Stande war, gieng
»gleich-