2F Feldzug vorn Jahr 1645.
„Operationen zu Grunde gerichtet, die auf eine große Erfahrung, vielen Muth und„eine tiefe Beurtheilungskraft gebaut waren, welches den Gewinnst einer Schlacht„weit überwiegt.
„In den ersten Tagen des Aprils gieng alfo die französische Armee über den„Rhein, und der Marschall nahm sein Hauptquartier zu Pforchheim an der Enz, drey„oder vier Stunden von dem Necker. Die Armee versammelte sich daselbst währendPufmdorf „eines Rastes von drey oder vier Tagen;" vier Regimenter faßten Posto zu Entzwa-«Ild Aenan. hingen, und der General Rosen stand mit fünf andern zu Kalbe; der ganze Schwarz-Memoires Wald bis zwey Stunden von Tübingen war in ihrer Gewalt. „Hinter dem Neckerschallten, stand der Feldmarschall Mercy mit einem Corps von sechs bis sieben tausendne von ihm "Mann; das Hauptquartier zu Wineden und Heilbrunn war hinlänglich besetzt. ErMst. „konnte itzt noch nicht stärker erscheinen, weil seine Rekrutirung nicht beschleunigt wor-„den und er seine Truppen in ziemlich entfernte Quartiere zur Erholung verlegt, bis die„beßre Iahrszeit herankäme und die grüne Fourage die Versammlung der Armeen er-leichtern würde.
„Indeß erfuhr der Marschall Türenne, daß man den Necker durch Furche passi-ven könnte, versammelte seine Armee und brach den fünfzehnten oder sechzehnten April„mit frühem Tage auf, lagerte sich an den Furchen und gieng zu Marbach, zwey Stun-„den unterhalb des feindlichen Postens, ohne die geringste Schwürigkeit über.
„Mercy, der seine Armee noch nicht in Stand sah, begnügte sich blos Schwa-den zu decken, und suchte zwischen Waiblingen und Schwäbischhall einen Posten.„Die französische Armee aber bezog ihr erstes Lager jenseits des Neckers zu Botmer,„und folgte von daraus den bayrischen Märschen bey Heilbrunn, das sie besetzt hatten,„vorbey bis nach Schwabischhall, das wir eher erreichten als sie, obgleich die bayrischen„Fourierschützen bereits vor der Stadt standen. Als aber der Marschall Türenne sofort„seine Dragoner vorrücken ließ, so öffneten ihm die Bürger das Thor, wie sie es im-„mer demjenigen thun, der am stärksten und erstell gegen sie kömmt. Es war aber der„Marschall, um diese Stadt zu gewinnen, mit der ganzen Cavallerie allein vorgerückt,„und hatte die Infanterie mit der Bagage, die wegen des so langen Marsches nicht„folgen konnte , auf drey Stunden Weges rückwärts gelassen. Nun aber war zu br-auchten, daß Mercy die Trennung gewahr würde, und diese Infanterie, die nur„zwey Regimenter Rcuterey bey sich hatte, angreifen möchte. Also ließ der Marschallblos die Dragoner zur Bewachung der Thore zurück, und begab sich noch in der Nacht„mit den Reutern aufs schleunigste wieder zur Infanterie , wo er wußte, daß sie Halte
„gemacht