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Feldzug vom Jahr 1645.
»wurde nicht vollendet; inzwischen aber defilirte die Bagage durch den Furch. Am„sechsten October, als die Brücke nicht fertig werden konnte, gieng die ganze Armee„durch den Furch schwimmend über; die Infanterie den Reutern en croupe und die„Breite der Front brach die Gewalt des Wassers, ob es gleich tief war; man verlor einige„Bagage aber wenig Soldaten. Gegen Abend war die ganze Armee jenseits; weil man„aber befürchtete, daß der Feind zu Heilbrunn paffsten und im Marsch uns begegnen„möchte, so setzte ihn der Marschall in größter Geschwindigkeit über Wißloch, Roch und„Bruchstil nach Philippsburg fort, und erreichte dasselbe am zehnten October.
„Johann von Werth gieng mit einem Corps Cavallerie durch Heilbrunn, wagte„es aber nicht anzugreifen, obgleich unsre Armee in ziemlich ausgedehnten Reihen marschir-„te. Sie verblieb zwey Tage zu Philippsburg; und als noch keine Schiffe zur Brücke„daselbst angelangt waren, und der Marfchall Türenne glaubte, daß blos das Werthifche„Corps über den Necker gegangen, und der Rest der feindlichen Armee, wenn sie die„unsre bey Philippsburg sähe, alsdann nicht paffsten würde, so schlug er dem Marschall„Grammont vor, nach Graben, zwey Stunden von Philippsburg, zu rücken, und„hoffte, daß es noch möglich wäre, die Quartiere diesseits des Rheins zu nehmen.„Grammont gab seilte Einwilligung, weil er in nichts hinderlich war, was die Quar-tiere in Deutschland erleichterte, und daher auch dem Marschall Türenne von der Ar-„mee des Prinzen so viel Truppen zurücklassen wollte, als er begehrte. Die Armee mar-„schirte also, ohne den Rhein zu paffsten, nach Graben, zwey Stunden von Philipps-„burg, und verblieb daselbst einen ganzen Tag; am Abend aber vom zwölften October„kam die Nachricht, daß die ganze Armee des Feindes gegen Philippsburg anrückte.„Weil man nun blos diese einzige Passage über den Rhein hatte, so brach die Armee„sofort in der Nacht auf; und dennoch, als am folgenden Morgen mit Anbruch des .«Tages ihre Arriergarde zu Philippsburg anlangte, sah man bereits die feindliche Avant-garde eine halbe Stunde davon, die gleichfalls in die Ebne einrückte. Man zog die„ganze Armee zwischen dem Platze und dem Rhein enge zustimmen, und fieng an sich„zu verschanzen.
„Der Erzherzog Leopold mit dem Corps des Kaisers und der ganzen bayrischen„Armee lagerte sich eine halbe Stunde von dem Platze, und verblieb daselbst einige Tage.„Während dessen kamen die Schiffe von Speyer an; weil ihrer aber nicht genug zur Schiff-brücke waren, so ließ der Marschall blos die Cavallerie und die Bagage übergehn, un-ter dem Schutze des Platzes und der Vcrschanzungen. Die Feinde, als sie dies ge-„wahr wurden, rückten vor Wimpfen, wo man den Herrn von Rochepaire mit sechs
«hundert