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Feldzug vom Jahr 1645.
„hundert Mann Infanterie und dem schweren Geschütz der Armee zurückgelassen. Der„Marschall Türenne, der mit seiner ganzen Infanterie und einiger wenigen Cavallerie„im Lager vor Philippsburg geblieben, ließ, sobald er die hinlängliche Anzahl Schiffe*„hatte, in größter Eil die Brücke werfen, und schickte an seine Cavallerie den Befehl zu-„rück, nach Philippsburg zu kommen, an den Marschall Grammont aber, der zu LSn-„dau war, die Bitte, ihm von der französischen Cavallerie, so viel er könnte, zu schicken.„Der Marschall Grammont that es; von der deutschen Cavallerie aber kamen nicht„mehr als fünf hundert Pferde, weil die meisten sich geweigert, ihren Officieren zu fob-„gen. Hierdurch schlug das Unternehmen fehl, da man statt dessen die ganze feind-liche Infanterie hätte zu Grunde richten können. Wimpfen gieng nach einer Belage-rung mit Accord über, und die Feinde zogen sich zurück nach ihren Winterquartier^ in„Schwaben und Franken, wo sie Rothenburg, Dünkelfpihl, Mergentheim und die an-dern Platze, so die Franzosen noch besetzt hielten, wieder einnahmen, jedochmit freyem„Abzug der Garnisonen.
„Nachdem sie also ihre Quartiere bezogen, gieng Türenne zurück über den Rhein.„Er fand nicht für gut die deutschen Regimenter zu strafen, weil alle ihre Corps schuldig„waren; und in der That hatte auch der Marschall, als er ihnen seine Befehle zur Rück-kehr schickte, es nicht geglaubt, daß sie schon so weit vom Rhein entfernt wären, als sie„wirklich waren, da sie die Ordre empfiengen. Grammont gieng mit der ganzen Armee„des Prinzen nach Frankreich zurück, und die Hessen nach ihrem Vaterlande; Türenne„aber erfuhr, daß, da die Armee der Feinde in Flandern sehr durch die unsre beschäff-„tigt worden, Luxemburg anjetzt ohne Truppen sich fände, und beschloß, im Monat„November nach Trier zu gehen, wo, wie er wußte , nur eine schwache Besetzung lag,„und den Churfürst wieder einzusetzen. Die ganze Cavallerie brach auf; von der In-fanterie aber fanden sich nicht mehr als fünfzehn hundert Mann, und es schrieb daher„der Marschall an den Cardinal, daß er ihm einige Regimenter von der Armee des„Prinzen, die im Metzer Lande lag, zuschicken möchte, und es geschah; aber auch von„ihr fanden sich nur sieben bis acht hundert, die im Stande waren zu marschiren; zwey„oder drey Stücke folgten durch den Hundsrück mit vieler Mühe. Türenne nahte sich„endlich Trier, nachdem er es von der Seite von Luxemburg durch ein Corps Cavallerie„berennt hatte; und in der zweyten Nacht nach Eröffnung der Trancheen ergab sich„der Platz. Der Churfürst, der bisher zu Coblenz gewesen, hatte durch den Mar-„schall Nachricht von dem allen erhalten, und ward also von ihm wieder eingesetzt. ^ Dk-„renne'verblieb in Trier sieben oder acht Tage, ließ bey der Brücke ein Reduit aufwer-
„sen,