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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vom Jahr 1646.

„lieh, die im Winter noch da sind, gar leicht auf guten Fuß herstellt. Nachdem man„also eine Zeitlang in Zweifel gewesen, wurde beschlossen, tausend Reuter und fünf„hundert Dragoner nach Bonameis, einem Flecken an der Nidda zwey Stunden von„Frankfurt, zu detaschiren, um dieses Postens sich zu bemächtigen, und die Nidda, eher„als der Feind sich entgegenstellte, zu passiren, weil man, sobald dies geschehn, eben so„schnell als er den Mayn erreichen, oder wenn er dahin marschirte, wahrend des Mar-sches ihn angreifen könnte.

„Die Truppen erreichten Bonameis, und fanden daselbst nichts als einige Dra-goner, so den Uebergang verwehren wollten; die Franzosen aber wurden Meister vom„Uebergang und vom Flecken, und ein Corps feindlicher Cavallerie unter dem General„Werth, so etwas zu spät angelangt war, fand den Posten bereits gewonnen, und„machte Halte ganz in der Nähe. Indeß brachen die vereinigten Armeen, nachdem sie„dies Detaschement vorausgeschickt hatten, am vierzehnten August drey Stunden vor„Tages auf, und folgten seinem Wege über Homburg und Ober-Ursel nach Bonameis,„und die französische Armee hatte die Avantgarde. Man cotoyirte, so lange die Nacht„währte, und auch noch beym Anbruche des Tages, den Feind, sah aber nicht, daß sieMerlan und nirgends einen andern Entschluß faßten, als ins Gewehr zu treten." Denn sie ge-Pufendorf. daß die Absicht der Alliirten auf Höchst gerichtet sey, um daselbst den Mayn

zu passiren, und sodann in das Gerauer Land einzurücken, oder vielleicht gar über denRhein zurückzugehen, und weiter oberhalb ihn wieder zu repassiren. „Man hat auch„darum den Erzherzog ein wenig getadelt, daß er so lange anstand, eine Parthey zu er-greifen, was ihm in der Folge so theuer zu stehen kam; denn während des Halts seiner„Armee in ihrem Lager setzten die Vereinigten ihren Weg fort; und als sie den Posten„von Bonameis durch das vorausgeschickte Detaschement besetzt fanden, wurde die Pas-„sage schleunigst gebessert; und der Herr von Werth, der zu ihrer Wiedereinnähme an-gerückt war, fieng an, gegen das Gros seiner Armee sich zurückzuziehen.

„Indeß giengen die Vereinigten an verschleimen Orten, jedoch mit vieler Schwü-„rigkeit, über. Kdnigsmark fand eine Passage zur Linken, so die Franzosen liegen ge-lassen, um mit größter Front überzugehn, und warf verschiedne Trupps von dem„Werthischen Corps, das sich zurückzog, über den Haufen. Es war erst zwey Uhr„nach Mittag, ob man gleich sechs Stunden Wegs mit einer großen Armee und sehr„zahlreicher Bagage zurückgelegt hatte; man setzte also noch auf drey andre Stunden„Wegs den ersten Marsch weiter fort, und beständig in der nämlichen Absicht, den Fein-den den Weg nach dem Mayne abzuschneiden. Es gelang durch ihre Langsamkeit,

„und