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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vom Jahr 1646.

„Tag und die ganze folgende Woche, der Feldmarschall Wrangel für die andre, und„beyde schickten sich dieselbe durch ihre Adjutanten, ohne daß jemals die geringste Unei-nigkeit entstand.

„Am eilften August brachen die vereinigten Armeen auf, und nahten sich über„Langgans, Butzbach, Schwolbach, Oxstadt und Friedberg mit zwey Marschen dem„Feinde, der zu Jlmstadt und Burggrafenrode hinter der Nidda stand, und an eben die-„sem Tage en Kamille mit drey Salven den Krönungstag des Kaisers feyerte. Ihre„Armee war, wie man daraus sah, beträchtlich, und bestand ohngefähr aus vierzehn„tausend Mann Cavallerie, zehn tausend Infanterie, und mehr als fünfzig Kanonen.„Man nahte sich ihnen bis auf eine Viertelstunde, und fand hierauf nicht für gut, sie„in einem Lager anzugreifen, wo sie zwar wenig verschanzt, aber sehr vortheilhaft postirt -„waren.

„Nach einigen Scharmützeln lagerten sich die Armeen an eben dem Tage, da sie„sich dem Feinde genaht hatten, dicht vor den Mauern von Friedberg, wo dieser drey„bis vier hundert Mann eingeworfen; und als die Besatzung mit Eingang der Nacht„auf die Soldaten Feuer gab, die, wie beym Lageraufschlagen gewöhnlich, nach Holz„ausgingen, so dachten, wie man glaubt, die Feinde, daß die vereinigten Armeen die„Laufgraben eröffnet hatten, um die Stadt zu belagern, deren Eroberung auch aller-dings nicht schwer war. Aber mit Eingang der Nacht am dreyzehnten August hielten„die Marschälle Türenne und Wrangel einen Rath, was nun am vortheilhaftesten zu„thun sey; und es ward eine Zeitlang in demselben untersucht, ob man nicht durch die„Bergstraße, Frankfurt zur Linken lassend, einen Versuch machen sollte, Heilbrunn„eher als die Feinde zu gewinnen, und auf diese Art einen Eingang ins würtemberger„Land sich zu verschaffen. Allein man erkannte, daß die Feinde, die einen kürzern„Weg hatten, dennoch sicher zuvorkommen, und weil sie beständig die Donau und das„gute Land im Rücken hätten, nichts, als was sie erst ausgesogcn, den alliirten Armeen„abtreten würden; diese hingegen, die alsdann nichts hinter sich sahen als die Ufer vom„Rhein, so damals völlig erschöpft waren, würden mit Anfange des Winters gezwun-gen seyn, eine jede ihre alten Quartiere zu beziehen, und den Kaiserlichen und Bayern„die Erblaude, Schwaben, Franken und Bayern abzutreten; alles Lande, die damals„ganz ohne Vergleich besser waren als die Ufer des Rheins, Thüringen und das Braun-„schweigische, wo die Armeen von Schweden und Frankreich ihre Winterquartiere zu„haben psiegkcn. Dieser Unterschied aber giebt auch dem folgenden Feldzuge Vortheile,„weil die Soldaten die Armeen, die im guten Lande stehen, aufsuchen, und man folg-

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