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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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58
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58 Feldzug vom Jahr 1646.

in großen Umwegen über das Fuldlsche, Bamberg, Forchheim, das Neuburgische unddie Oberpfalz endlich bey Regenspurg der Donau sich wieder genaht. Der Ueberganggeschah zu Straubingen am neun und zwanzigsten September; und nachdem sie allesan sich gezogen, rückten sie mit fünfzehn taufend Mann Cavallerie und neuntausendMann Infanterie gegen die Ifer. „Man hatte in der Alliirten Armee genau jeden Tag„ihres Marsches gewußt, und dieser war allerdings nicht so schnell, als er hatte seyn sol-len. Es wurde beschlossen, die Belagerung nicht eher zu verlassen, als nachdem das„Aeußerste da wäre. Gleichwohl sah man allerdings, daß, wenn die Feinde dem Lech„sich nahten, es alsdann unmöglich seyn würde, die Posten diesseits zwischen ihm und„der Stadt zu behaupten, wodurch diese also entsetzt war; indeß aber, weil man doch„immer in Hoffnung steht, daß ein Feind nicht alles mögliche thut, so wollte man auch„hier, ehe man die Belagerung aufhob, wenigstens so lange warten, bis er sich ent-schlossen, zum Entsatze des Orts anzurücken. Ihn durch Mangel von Fourage„daran zu hindern, wurden viele benachbarte Dörfer verbrannt.

Plan 6. aus „Am zwey und zwanzigsten October brach die feindliche Armee auf, und rückte

Mman. „lM. Dachau und Friedberg gegen Lechau dicht vor Augsspurg, in einer Gegend, wo„der Fluß ganz seicht war. An eben dem Tage, als die Nachricht vom Anmärsche der„Feinde gekommen, gierigen die Marschälle auch ihrer Seils über den Lech mit einem„Corps von zwey tausend Pferden und einiger Infanterie znm Rückhalt, um mit den„Feinden in der Ebne zu scharmuziren, und sie, wärs möglich, von dem Flusse zurück-zuhalten. In Hoffnung, daß der Ausweg vielleicht gelange, erhielt das Regiment„Türenne Befehl, sich jenseits des Lechs zu verschanze«»; und es warf dies Regiment„in Zeit von zehn Stunden ein Fort auf, wo man Geschütz aufführte. Die Feinde,„die einige unsrer Truppen im Walde an der Tete des Forts zurückgetrieben hatten, wag-„ten sich dennoch nicht an das Fort selbst. Als aber die Nacht kam, breiteten sie sich„aus, und lagerten sich langst des Lechs in einer Gegend, wo am diesseitigen User das„Terrain zwischen der Stadt und dem Flusse so enge war, daß man nicht anders als„in Trancheen daselbst bestehen konnte, wie denn auch bisher die Alliirten gethan.„Als aber nun die feindliche Armee am Ufer des Lechs sich gelagert, und man nunmehr„zwischen ihrem Feuer und dem Feuer des Platzes stand, so war es unmöglich langer„zu bestehe»», und man konnte weder die Trancheen gegen die Stadt, noch den Ueber-«gang gegen die Armee behaupten.

„Mit Eingänge der Nacht zogen die Generale die Wache aus den Laufgraben z»l-„rück, und versammelten die ganze Armee zwischen dem Quartiere der Schweden und

„Fran-